Effeltrich

Ein besserer Zugang für alle Effeltricher

Die Gemeinde will Menschen mit körperlichen Einschränkungen einen besseren Zutritt zum Rathaus ermöglichen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dem Effeltricher Rathaus stehen einige Umbauarbeiten bevor.  Foto: Dagmar Niemann
Dem Effeltricher Rathaus stehen einige Umbauarbeiten bevor. Foto: Dagmar Niemann
Sämtliche Ebenen des Effeltricher Rathauses sollen in Zukunft auch für behinderte Menschen barrierefrei erreichbar sein. Deshalb hatte der Effeltricher Gemeinderat bereits in seinen beiden vergangenen Sitzungen darüber diskutiert, wo genau der Personenaufzug einzubauen sei.

Die Mehrheit der Räte sprach sich gegen einen Außenaufzug aus, da dieser die harmonische Eingangsfront des Rathauses zerstören würde. Der zuständige Architekt Norbert Siewertsen aus Baiersdorf hatte weitere möglichen Varianten vorgestellt; eine von ihnen, der Einbau des Aufzuges im Rathausfoyer bei dem großen Stützpfeiler halbrechts vom Eingang, fand die Zustimmung der Mehrheit der Ratsmitglieder.


Erheblich kleiner

Als Nachteil dieser Variante wurde akzeptiert, dass der Aufzug im zweiten Obergeschoss im Besprechungszimmer der Verwaltung endete.
Dieses Zimmer würde durch den Aufzug erheblich verkleinert.
Für dieses Problem ist inzwischen eine Lösung gefunden worden: Die Einrichtungsgegenstände der Registratur, die zwischen dem Zimmer der Bürgermeisterin und dem im zweiten Geschoss endenden Aufzug liegt, können in den neuen Archivraum in der Schule auslagert werden.

Dadurch wird es möglich, diesen freiwerdenden Raum in das neue Besprechungszimmer einzubeziehen, das dann wieder eine akzeptable Größe hätte. Um diese Lösung umzusetzen, müsste lediglich eine Wand herausgerissen und ein großes Dachflächenfenster eingebaut werden.


Im Besitz der Gemeinde

Der Beschlussvorschlag wurde der Gemeinschaftsversammlung vorgelegt, da das Effeltricher Rathaus zu 65 Prozent im Besitz der Gemeinde und zu 35 Prozent im Besitz der VG ist. Nur wenn zwei übereinstimmende Willenserklärungen beider Gremien vorliegen, kann ein Antrag auf Förderung durch das Kommunale Investitionsprogramm KIP gestellt werden.

Das muss bis zum 15. November 2016 geschehen. Sollte der Antrag genehmigt werden, würden 90 Prozent der geschätzten Kosten - es geht in dabei um 190 000 bis 200 000 Euro inklusive eines barrierefreien Zugangs vom Parkplatz - vom Staat zugeschossen werden.
Die Mitglieder der Effeltricher Gemeinschaftsversammlung votierten mit 5:1 Stimmen für den Beschlussvorschlag.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren