Schlaifhausen
Glaube

Ein Symbol Schlaifhausener Zusammenhalts

Dem Schlaifhausener Verschönerungsverein ließ es keine Ruhe, als im vergangenen Herbst ein Sturm das Eichenkreuz auf dem Rodenstein geknickt hatte. Doch auch die Segnung des neuen Kreuzes stand unter dem Eindruck stürmischen Wetters.
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Pfarrer Michael Gehret segnet das neue Kreuz am Rodenstein. Fotos: Galster
Pfarrer Michael Gehret segnet das neue Kreuz am Rodenstein. Fotos: Galster
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Der Rodenstein ist gewissermaßen der Nachbarberg des Walberla. Dort, auf dem Rodenstein, steht ein Kreuz, das der Verschönerungsverein aus Schlaifhausen am zweiten Pfingstfeiertag segnen ließ.
Das alte Kreuz hatte ein heftiger Sturm im Herbst 2012 geknickt. Für die Schlaifhausener war es keine Frage, sofort ein großes neues Eichenkreuz anfertigen zu lassen. Vor knapp zwei Monaten, und damit passend zu Ostern, haben sie es dann auf dem Rodenstein aufgestellt. Es war ein emotionaler Moment, den wohl jeder auf dem Rodenstein spürte. Dass sie dort ein Kreuz aufstellten, hat Symbolwert. Es steht für ein Stück heimatlicher Verbundenheit.

Eine unruhige Nacht

Freilich wollte jetzt, an Pfingsten, erneut das Wetter nicht mitspielen. Heftige Regenfälle tags zuvor hatten das Gelände aufgeweicht.
Vorsitzender Markus Polster und sein Stellvertreter Josef Kern vom Verschönerungsverein schauten besorgt gen Himmel. "Um zwei Uhr am Pfingstmontag regnete es noch, um vier Uhr morgens mussten wir der Metzgerei Bescheid sagen, ob wir Verpflegung für den Berg brauchen", berichtet Polster von einer unruhigen Nacht.
Der Feldgottesdienst auf dem Berg hat eine über hundertjährige Tradition. Dazu gibt es anschließend immer ein gesellschaftliches Rahmenprogramm zum gemütlichen Aufenthalt.
Früher wurden das unverzichtbare Bier und die Verpflegung mit dem Pferdegespann hochgefahren. Jetzt hätte es ein schwerer Traktor gemacht und bei dem aufgeweichten Boden sichtbare Schäden im Gelände hinterlassen.

Das wollten die Schlaifhausener ihrem Berg nicht antun, weshalb sie das mittlerweile sehr beliebte Rodensteinfest absagten. So zelebrierte Pfarrer Michael Gehret den Gottesdienst kurzerhand in der Filialkirche von Schlaifhausen. Danach machten sich viele zu Fuß auf den Weg zum von rauen Winden umwehten Kreuz am Rodenstein, um der Segnung beizuwohnen. "Es ist ein schöner Gedanke, auf dem höchsten Punkt der Gemeinde gleichsam ein Zeichen zu setzen. Für das Höchste, was wir haben, für Jesus Christus", sagte Gehret.
Und die Schlaifhausener dürfen sich im Alltag wieder am gewohnten Blick ihres Bergkreuzes erfreuen.
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