Forchheim
Übergabe

Ein "Skaterbähnchen" für die Kersbacher Jugend

Es sollte eine Skaterbahn sein, doch ist es nur eine Rampe geworden. Bei der Übergabe der kleinen Bahn in Kersbach an die Jugendlichen waren nicht alle gleich begeistert.
Artikel drucken Artikel einbetten
An einem sehr stark und meist auch sehr schnell befahrenen Abschnitt müssen die Skaterbahnnutzer die Straße queren. Es gäbe sicherlich bessere Standorte in Kersbach.  Fotos: Gerhard Hoch
An einem sehr stark und meist auch sehr schnell befahrenen Abschnitt müssen die Skaterbahnnutzer die Straße queren. Es gäbe sicherlich bessere Standorte in Kersbach. Fotos: Gerhard Hoch
+1 Bild
"Des is alles?", so fragte Leon Zametzer und die anderen Jugendlichen, als sie das einzige Gerät der "Bahn" stehen sahen. Denn ursprünglich war für Kersbach eine Skaterbahn angekündigt, diese besteht jetzt aber nur aus einer "Fun-Box", einer Rampe über die mit einem Skateboard oder dem Fahrrad geschanzt werden kann. Standort der Bahn ist die alte Straße nach Forchheim. Dort steht nun auch eine Fertiggarage, in der sich die Jugendlichen unterstellen können, insofern sie die Möglichkeit annehmen wollen.

Bahn soll erweiterbar sein

Die Stadt Forchheim hat hierfür dreitausendsechshundert Euro aufgewendet, um den Jugendlichen diesen Treffpunkt zu ermöglichen. Ein gemeinsamer Stadtratsbeschluss aller Fraktionen sei die Grundlage für die Errichtung der Bahn gewesen, sagte der einzige bei der Übergabe anwesende Stadtrat Dietmar Schneider (CSU). Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) gab am Dienstag die Freizeitmöglichkeit in Kersbach frei. Viel Spaß wünschte er den Jugendlichen, die sich aber insgeheim mehr erhofft hatten.

Wie von Gartenamtsleiter Herbert Fuchs und Referatsleiter Walter Mirsberger zu hören war, sei dies jedoch nur ein Versuch, und man könne die kleine Bahn jederzeit erweitern, was bislang noch nicht geplant ist.

Der Betrachter des neuen Kersbacher Events muss auch erkennen, dass der Ort nicht gerade glücklich gewählt ist. Zwar hatte die Stadt ihre Gründe für die Standortwahl: Der Abstand zu den Wohngebieten, die Nutzung des alten Straßenbelages, ein gutes und schnelles Erreichen und die einfach Umsetzung der Baumaßnahme sowie eine alternative Nutzung der bereits vorhandenen Fertiggarage sind hier zu nennen.

Doch müssen die Jugendlichen, um an die "Fun-Box" zu gelangen, Hauptstraßen überqueren, um dann über eine Grünfläche zur alten Straße zu gelangen.

Auch der Zeitpunkt der Übergabe an die Jugendlichen ist wegen der endenden Ferien nicht günstig gewählt. Dennoch wird man sehen, ob und wie die Anlage angenommen und ob die Fertiggarage, welche mit Sitzbank ausgestattet ist, ihre "weiße Weste" behalten wird, oder ob sich Schmierereien dann Platz verschaffen.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren