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Gosberg
Freizeit

Ein Labyrinth im Gosberger Maisfeld

Auf der Suche nach einem Schatz können Kinder und Wandergruppen ab August in einem Gosberger Irrgarten ihr Glück versuchen. Die Vorbereitungen fordern allen Beteiligten große Genauigkeit ab.
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Corinna Galster (l.) , Georg Eiblmeier und dessen Sohn Sebastian legen großen Wert auf höchste Präzision.   Fotos: Galster
Corinna Galster (l.) , Georg Eiblmeier und dessen Sohn Sebastian legen großen Wert auf höchste Präzision.   Fotos: Galster
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Es ist schon ein ungewohntes Bild, wenn sieben bis acht Personen scheinbar ungeordnet bei strahlendem Wetter durch ein fast meterhohes Maisfeld stapfen. Beim zweiten Blick sieht es allerdings schon ganz anders aus.
Markus Galster aus Gosberg hat sich entschlossen, dieses Jahr wieder ein Maislabyrinth anzubieten.

Das bedeutet einen hohen Aufwand und die Notwendigkeit technischer Unterstützung. Bereits im jetzigen Stadium des Maiswachstums muss das Schema des Labyrinths fixiert werden. Der Mais soll noch nicht zu hoch sein, andererseits aber beim Anlegen klare Konturen erlauben.

Am Computer geplant

Drei Mal hat der Landwirt in den vergangenen vier Jahren ein Labyrinth im Maisfeld angelegt. Der Zuspruch war gut.


Im vergangenen Jahr hatte Galster allerdings ausgesetzt, um dem Acker etwas Erholung zu gönnen.Die Basis des Labyrinths ist ein sorgfältig ausgearbeiteter Plan, den Galsters Tochter Corinna auf dem Computer entworfen hat. Bildeten die Gassen im Mais in früheren Jahren ein Dreieck oder Quadrat, hat sie dieses Mal ein Spinnennetz entworfen. Dieses komplizierte Gebilde auf dem 3,5 Hektar großen Feld aufzubringen, wäre an sich eine große Herausforderung: Gäbe es nicht das GPS und den Agraringenieur Georg Eiblmeier.

Wie vom anderen Planeten

Der Niederbayer ist extra aus dem Raum Straubing angereist. Er wirkt im Gosberger Maisfeld fast ein wenig wie jemand vom anderen Planeten.

Auf dem Rücken trägt er ein Gerät mit Antenne herum, vor sich einen Laptop. Darauf hat er in eine entsprechende Landkarte den Plan von Corinna Galster eingepflegt. Auf dem Bildschirm erhält er von den Satelliten auf den Meter genau die Position, wo er steht. "Präzises Arbeiten unter genauer Beachtung der Koordinaten ist erforderlich", erzählt der Experte. Eiblmeierr hat schon in früheren Jahren den Irrgarten angelegt. Jetzt galt es für ihn ein weiteres Mal, rund 1800 Meter Weg auszuweisen.

Um Fehler und Irrtümer zu vermeiden, haben sich alle Beteiligten eine strikte Arbeitsfolge verordnet. Georg Eiblmeier positioniert jeweils den Eckpunkt des künftigen Gangs. Ihn begleitet Daniel, ein Praktikant aus Südtirol. Er markiert die Stellen jeweils mit eineinhalb Meter hohen Plastikstäben.

Kritischer Blick

Dann wartet Daniel , bis Sebastian, der Sohn Eiblmeiers, nachrückt und die Position sichert. Er selbst schließt dann wieder zum Vermesser auf, sobald diese Stelle von Edgar Friedl gesichert wird. Er gibt dann den Ausmähern ein Zeichen.

Friedl sorgt dafür, dass die Markierungspfosten dann sofort wieder entfernt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass nicht versehentlich eine falsche Gasse geschnitten wird.
Im Abstand folgen Horst Kaul und der Angestellte Tobias Mehler mit dem Balkenmäher. Mehler nimmt auch die Sense zu Hilfe, um eventuell stehengebliebene Maishalme zu entfernen die später Stolperfallen bilden würden. Corinna Galster steht derweil immer wieder kritisch mit ihrem ausgedruckten Plan in den Händen und markiert bereits ausgemähte Wege. Der Mais wurde bewusst und mit doppeltem Aufwand quer und längs zum Feld gesät, um so keine leichte Orientierung durch Maisreihen zu ermöglichen.

Eröffnung am 3. Mai

Vor der endgültigen Eröffnung werden alle Helfer nochmals die ganze Wegstrecke im Feld sorgfältig abgehen und in den Gängen hängende Maisblätter entfernen. Damit sollen mögliche Schnittverletzungen vermieden werden.
Auf dem Weg durch den Irrgarten werden die Kinder vier Stationen finden, wo sie Fragen beantworten und die Passage abstempeln lassen können. Natürlich wartet irgendwo auch die Schatztruhe mit ihrer Überraschung. Im Zentrum finden die Besucher eine Aussichtsplattform, die ihnen einen Blick über das Feld geben wird. Erfahrungsgemäß finden Kindergruppen, Schulen und Wandergruppen zu verschiedenen Anlässen aus dem Raum bis Nürnberg den Weg hierher.

Das Labyrinth öffnet am Sonntag, 3. August, um 11 Uhr seine Pforten. Es hat samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Termine können unter Tel. 09191/94858 vereinbart werden.
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