Affalterthal
Hobby

Eicher tuckern für kranke Kinder

So große Besucherresonanz wie noch nie in seiner Geschichte hat am Wochenende das Eicher-Treffen in Affalterthal gefunden. 16 000 Euro haben die Veranstalter für die Kinderonkologie in Erlangen gesammelt.
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Die Eicher werden nicht mehr in Deutschland produziert.
Die Eicher werden nicht mehr in Deutschland produziert.
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"Ist ja irre, was hier abgeht" konstatierte Professor Dr. med. Markus Metzler. Der Leiter der Kinderonkologie an der Uniklinik Erlangen war zum Eicher-Treffen nach Affalterthal gereist, weil dort ein Traktor der Marke Eicher zugunsten der Kinderklinik verlost wurde.
Horst Geyer heißt der glückliche Gewinner. Er hatte unter anderem die Losnummer 1920 gekauft, die als erster

Preis von Glücksfee Vanessa Borisch gezogen worden war. Die Frage, ob er schon einen Bulldog besitze, verneinte er, die Frage, was er dann mit dem Fahrzeug mache, antwortete er bestimmt: "Da fällt mir schon was ein." Insgesamt 19 000 Lose sind verkauft worden. Das gab "Bobby" Porisch, der Chef der veranstaltenden Eicherfreunde Affalterthal, bekannt. Zusammen mit weiteren Spenden, unter anderem die Kollekte des Samstagabendgottesdienstes und einer Spende der Feuerwehr Bieberbach, kamen unterm Strich 20 000 Euro zusammen.
Nach Abzug der Summe für den Kauf des verlosten Eicher blieben noch 16 000 Euro übrig; genau diesen Betrag konnte Metzler als Spende entgegennehmen.


Ein Fest der Superlative

Laut Metzler wird das Erlanger Klinikum mit dem Geld Sportgeräte kaufen, welche die an Krebs erkrankten Kindern in ihrer Therapie unterstützen sollen.

Vom Erlös des Vorgängerfestes im Jahr 2013 hatte die Klinik ein Lasergerät zur Behandlung von Hautschäden gekauft. "Das Gerät wird seither täglich benutzt", sagte Metzler. Außerdem habe ein Kind, das schon als Säugling auf die Station gekommen sei, mit dem Tretbulldog der Firma Eicher das Laufen gelernt. "Das Kind ist mittlerweile als gesund entlassen worden", sagte Metzler.

Es war wieder ein Fest der Superlative. 199 Eichertraktoren wurden auf der Festwiese ausgestellt, einige Liebhaber hatten vier und mehr Eicher mitgebracht. Bei der Frage nach den Besucherzahlen gaben die Veranstalter vorsichtig euphorisch: "Wir hatten heuer viel mehr Besucher als vor zwei Jahren. Damals waren es nach Schätzungen der Feuerwehr rund 5000 Memschen."

Das Hauptaugenmerk der Veranstaltung lag naturgemäß auf den Traktoren, die seit Ende der 80er-Jahre nicht mehr in Deutschland hergestellt werden. Die einstündige Schaufahrt der Eicher war wohl der unbestrittene Höhepunkt. Daneben gab es Raum für Fachgespräche und den Kauf von Ersatzteilen.
Für die Kinder gab es Geschicklichkeitsturniere mit Tretbulldogs und eine Hüpfburg aus Strohballen, die Erwachsenen konnten derweil mit der 30 Meter langen Feuerwehrleiter das Treffen aus luftiger Höhe bestaunen. "Das Fest fördert den Zusammenhalt im Dorf", freute sich Pottensteins Bürgermeister Stefan Förtsch (CSU) über das gelungene Fest.




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