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Weißenohe
Umbau

Ehrgeizige Pläne für das Weißenoher Kloster

Das Kloster Weißenohe soll künftig ein Chorzentrum beherbergen.
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Einer der in Weißenohe präsentierten EntwürfeFotos: Petra Malbrich
Einer der in Weißenohe präsentierten EntwürfeFotos: Petra Malbrich
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Bei Bilderbuchwetter hatten sich viele Besucher auf dem Weg nach Weißenohe gemacht, wo am Sonntag der Tag des offenen Klosters im Veranstaltungskalender stand. Die Besucher konnten sich dabei auch einen Eindruck von prämierten Modellentwürfen machen, die sich mit dem künftigen Chorzentrum beschäftigen.
"Ich habe nicht gewusst, was man alles aus dem Kloster machen kann", sagte ein Weißenoher bei Durchsicht der Architektenvorschläge.

Von den zunächst 25 aus ganz Deutschland beteiligten Architekturbüros wagten sich schlussendlich nur 13 an die Aufgabe. Das betrachtete Bürgermeister Rudolf Braun (FW) als Indiz für die Komplexität der Aufgabe. Diese lautete "Revitalisierung des ehemaligen Benediktinerklosters zum Chorzentrum Franken".
Bis diesen Sonntag noch können die Modelle und Pläne betrachtet werden. Jeden Tag von 14 Uhr bis 16 Uhr ist die Ausstellung geöffnet. Rückmeldungen, Anregungen, Ideen und Vorschläge wünscht man sich, um diese in das geplante Gespräch mit den vier Preisträgern am 27. Juni einfließen zu lassen.

Der Wettbewerb war zweiteilig. Er beinhaltete einen städtebaulichen Teil, der den gesamten Innenort Weißenohe beinhaltete. Da galt es 2,5 Hektar Fläche neu zu ordnen. Als Gewinner wurden hier die Architekten Bär, Stadelmann und Stöcker aus Nürnberg ermittelt. Dies verkündete Hartmut Niederwöhrmeier, der Vorsitzende des Preisgerichts. Der zweite Teil war der hochbauliche Realisierungswettbewerb, der zunächst die Revitalisierung des ehemaligen Klosters beinhaltete. Hier konnten sich die Architekten und Stadtplaner Hirner & Riehl aus München durchsetzen.


Großzügiger Platz

Der Prälatenbau mit der anschließenden Bebauung ist das zentrale Thema des Plans. Bestehende Nebengebäude westlich des Prälatenbaus werden abgerissen.

So entsteht im Brauereigelände ein großzügiger Platz, "der mit Neubauten räumlich gefasst und durch die Ergänzung des Brauereigeländes im Inneren beruhigt wird", erklärte Niederwöhrmeier. Drei Gebäude sind für später folgende Bauabschnitte gedacht: unter anderem das Gästehaus und in weiter Zukunft ein Konzertsaal. Dieser bildet den Baustein zwischen dem Chorhof und dem Seminarraum. "Der Prälatenbau selbst war die schwierige Aufgabe", sagte Niederwöhrmeier. Er führt diesen Umstand unter anderem auf die alte Holzkonstruktion zurück.
In die Mitte des Geschosses hineingestellte Kojen würden die alte Konstruktion respektieren. Sie würden zugleich auch der Größe des Baus gerecht. Einen Treppenturm dagegen, wie er in anderen Entwürfen angegedacht war, brauche es nicht.

Auch ein Aufzug würde integriert werden, der in allen Geschossen verträglich eingefügt werden könne. In den Worten Bürgermeister Brauns ist die künftige Chorakademie ein "Leuchtturmprojekt in ganz Franken und einmalig in Deutschland". In der kleinen Gemeinde soll eine Aus- und Weiterbildungsstätte für die 1800 Chöre mit über 50 000 Sängern entstehen. "Mein Wunsch ist, dass Sie unser Projekt zu Ihrem machen", bat Bürgermeister
Braun Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz.
Und auch Landrat Hermann Ulm (CSU) hob hervor, dass die Chorakademie das Kloster in eine gute Zukunft führen wird. Wie überzeugt der Landkreis davon sei, zeigte die diskussionslose Entscheidung im Kreistag, mit einer jährlichen Fixsumme für die laufenden Kosten das Projekt zu unterstützen.

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