Egloffstein
Tourismus

Egloffstein will seine Gäste besser führen

Der Arbeitskreis möchte, dass sich Egloffsteins Besucher gut orientieren können. Künftig will sich die Gemeinde auf Gäste einstellen, die mit dem Wohnmobil anreisen.
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Das Wanderwegenetz soll besser ausgearbeitet werden, damit sich Wanderer besser orientieren können. Zudem sollen Themenwanderwege das touristische Angebot erweitern.  Fotos: Reinhard Löwisch
Das Wanderwegenetz soll besser ausgearbeitet werden, damit sich Wanderer besser orientieren können. Zudem sollen Themenwanderwege das touristische Angebot erweitern. Fotos: Reinhard Löwisch
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Der Tourismussektor der Wohnmobilisten und Camper floriert. Das weiß auch der Arbeitskreis Tourismus, Teil der "Werkstatt Egloffstein". Die Mitglieder trafen sich kürzlich in Affalterthal, um über die Möglichkeiten zur Anlage von Wohnmobilplätzen oder auch Stellplätzen für die Autos von Wanderern zu diskutieren. Es ging bei der Zusammenkunft auch darum, wie das Tourismus-Leitbild umgesetzt werden kann, damit sich die Gäste der Gemeinde wohl fühlen.

Die Nachfrage nach Stellplätzen für Wohnmobile steigt. Ekkehardt Wirth hat bei einer Umfrage im Frühjahr festgestellt, dass diese Art der Unterkunft voll im Trend liegt, und Gäste, die mit dem Wohnmobil anreisen, zu den eher betuchten Besuchern zählen, die auch sehr gerne gut essen gehen.

Platz sollte möglichst zentral liegen

Den richtigen Platz zu finden, sei aber gar nicht so einfach, denn es gelte, bestimmte Kriterien und Auflagen zu erfüllen, betonte Uli Ummelmann, der zusammen mit Wolfgang Wiesenhütter als Vertreter der Gemeinde anwesend war. Strom sollte vorhanden sein, ein Wasseranschluss sowie die Möglichkeit, Abwässer zu entsorgen. Ruhig sollte der Platz und groß genug sein, damit Wohnmobile dort auch rangieren können. Der ursprünglich vorgesehene Platz des ehemaligen Affalterthaler Wertstoffhofes erweise sich bei näherer Betrachtung als zu klein und zu abseits gelegen. "Es sollte schon ein Platz im Zentralbereich sein, damit die Gäste abends auch ohne Fahrzeug essen gehen können", riet Uli Ummelmann.

In diesem Zusammenhang wünschte sich das Gremium, den einen Wanderparkplatz neu zu markieren, womit einige Stellplätze mehr gewonnen werden könnten. Auch hier sei die Nachfrage sehr groß berichtete Wirth. Bei seiner Frühjahrsumfrage stellte er entgegen der allgemeinen Meinung darüber hinaus fest, dass die Gäste, die in Egloffstein parken, nicht nur auf dem 5-Seidla-Steig wandern wollen, sondern durchaus auch andere Wanderwege im Ort in Anspruch nehmen und in Egloffstein auch einkehren.

Themen werden auch im Gemeinderat behandelt

Auf Anraten der zwei Gemeinderäte Ummelmann und Wiesenhütter wird der Arbeitskreis nun einen offiziellen Antrag stellen, damit die Anliegen Wohnmobilstellplätze und Parkplatzmarkierung auch im Gemeinderat behandelt werden.

Apropos Wanderwege. Der Arbeitskreis überlegt, ob er nicht in Zusammenarbeit mit Gemeinde, Tourismusverein und Heimatverein eine Kraft zeitweilig anstellen soll, die sich um die Pflege des mehr als 200 Kilometer langen Wanderwegenetzes kümmert. Auch der Heimatverein Affalterthal bekundete schon Interesse daran, einen solchen Mitarbeiter zu engagieren, damit das Wegenetz in Schuss gebracht werden kann. Derzeit ist es schwierig, die notwendigen ehrenamtlichen Kräfte zu finden, um diese Aufgaben zu erledigen.

Das Leitbild umsetzen

Der Tourismusausschuss nimmt das entwickelte Leitbild als Vorlage für sein Tun und will das Informationsangebot für Gäste verbessern. Zum einen soll eine neue Broschüre herausgegeben werden, erklärte Michael Wirth, Chef des Tourismusvereins. Mit einer Broschüre über die Gaststätten im Trubachtal von Obertrubach bis Pretzfeld soll nun der Anfang gemacht werden. Zum anderen sollen die Wegweiser von den Wander- und Großraumparkplätzen zum Wanderwegenetz der Gemeinde verbessert werden. Gedacht ist auch an Themenwanderwege, zum Beispiel an einen "Wasserweg" durchs Trubachtal. Diese Themenwege sollen extra beworben werden.

Ekkehardt Wirth wird zusammen mit einigen anderen AK-Mitgliedern noch im Oktober eine zweite Gästebefragung an den Großraumparkplätzen durchführen, um die Wünsche und Vorstellungen der Gäste besser kennenzulernen - und entsprechend reagieren zu können. Bild: drei Maskierte trinken nach erfolgreicher Festnahme unerwünschter Gäste (eine Aktion anlässlich der Einweihung des Burgenstraßenwanderweges) auf das eigene Wohl.


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