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Effeltrich
Tradition

Effeltricher Strohbären halten Brauchtum aufrecht

Die Strohbären aus Effeltrich und die Bärentreiber halten das Brauchtum beim Zug durch Baiersdorf aufrecht.
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Die Burschen aus den Strohbären springen über das Feuer, der Winter wird verbrannt. Foto: Karl Heinz Wirth
Die Burschen aus den Strohbären springen über das Feuer, der Winter wird verbrannt. Foto: Karl Heinz Wirth
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Ein Höhepunkt im Jahreskreis ist das "Winteraustreiben" am Faschingssonntag in Baiersdorf. Dichtgedrängt verfolgten die Zuschauer bei frühlingshaften Temperaturen am Straßenrand dieses alljährlich stattfindende Brauchtumsritual.

Frühlingsboten in Form von weißgekleideten, mit bunten Bändern geschmückten jungen Männern - begleitet von ihren Mädchen in Tracht - treiben peitschenknallend die Strohbären aus Effeltrich durch die Straßen von Baiersdorf. Die Bärentreiber - "Alle Muschee" rufend - halten dabei die Strohbären in Schach, die immer wieder versuchen, die am Straßenrand stehenden jungen Mädchen zu erschrecken, in dem sie laut schreiend auf diese zulaufen.


Den Dämon vertreuben

Mit dem Lärm wollen sie den Winterdämon vertreiben und gleichzeitig die Wachstumsgeister auf dem Feld wecken. Bis 1946 zogen die "Fasaleggen" mit den Strohbären an die Regnitz in Baiersdorf, um sich dort aufzulösen. Der Winter, das Stroh, wurde in die Regnitz geworfen, um ihm den Garaus zu machen. Der Brauch diente als Symbol für die Vernichtung des Winters und die Umwandlung in den Frühling, welcher mit Freude in die Stadt zurückkehren soll.

Heute wird nach dem Umzug der Winter im Linsengraben verbrannt: Die Burschen tanzen mit ihren Mädchen um das brennende Stroh, während die Burschen aus den Strohbären über das Feuer springen und dem Winter zeigen, dass seine Zeit vorbei ist. Dieser farbenfrohe Brauch mit den "Effeltricher Fasaleggen" ist in Franken einmalig.


Lob für den Burschenverein

Bürgermeister Andreas Galster (CSU, Baiersdorf) und Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL, Effeltrich) dankten dem Vorsitzenden des Burschenvereins "Zufriedenheit", Timo Adelfinger, dass seine Truppe jedes Jahr wieder nach Baiersdorf zum Winteraustreiben kommt und zum Erhalt des Brauchtums beiträgt.

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