Gößweinstein

Edeka kriegt in Gößweinstein Konkurrenz

Im ehemaligen Gößweinsteiner Gewerbegebiet "Sandbühlein" entsteht ein neues Einkaufszentrum. Unter anderem zieht der im Ort schon bestehende Lidl-Markt dorthin.
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Im ehemaligen Gößweinsteiner Gewerbegebiet "Sandbühlein", das oberhalb des Edeka-Markts liegt, soll ein großes Nahversorgungszentrum entstehen. Dieses soll nach Vorstellungen der Planer einmal im Umkreis von zehn Kilometern rund 20 000 Einwohner mit den Dingen des täglichen Bedarfs. Auch Kleider und Drogerieartikel sollen die Kunden dort einmal finden.

Der Umwidmung des bisherigen Gewerbegebiets in ein Sondergebiet "Nahversorgung" hat der Gößweinsteiner Markgemeinderat am Dienstagabend einstimmig zugestimmt.

Projektentwickler Roland Liesmann vom Pottensteiner Planungsbüro Romo erläuterte bei der Sitzung, dass auch der Discounter ins neue Einkaufszentrum zieht.


Der bisherige Lidl-Markt zieht demnach also um und vergrößert sich dabei auch: von bisher 800 Quadratmetern Einkaufsfläche auf dann 1200 Quadratmeter.
Weiter vorgesehen im neuen Gößweinsteiner Nahversorgungszentrum sind neben Lidl und dem dort bereits bestehenden Edeka-Markt zwei weitere Einzelhandelsgeschäfte, die Textilien und Drogerieartikel anbieten sollen.

Möglich ist zudem auch die Ansiedlung eines Getränkemarkts. In einem Pavillon sollen ferner eine Metzgerei und eine Bäckerei Platz finden. Was anschließend allerdings mit dem Gebäude passieren wird, in dem bisher noch Lidl untergebracht ist, steht dagegen noch in den Sternen.

Ungewiss ist auch noch die Zukunft jener Gebäude, in denen sich derzeit noch ein Getränkemarkt sowie eine
Metzgerei- und Bäckereifiliale befinden.

110 Parkplätze

Die Freien Wähler befürchten, dass daraus einmal "Bauruinen" werden könnten. Liesmann erklärte allerdings, dass die Suche nach Nachmietern bereits laufe.

Er möchte dabei allerdings keine Konkurrenz für die bestehenden Geschäfte und Einzelhändler schaffen, sondern das Angebot in Gößweinstein für die Kunden erweitern.

In das neue Verkaufsgebäude und die insgesamt 110 Parkplätzen investiert die Bauträger aus Kaufbeuren rund vier Millionen Euro.

Auf den Markt Gößweinstein kommen keine Kosten zu, da die Firma auch die Kosten für das Änderungsverfahren des Bebauungsplans übernimmt. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die Bauarbeiten bereits Mitte dieses Jahres beginnen. Anfang kommenden Jahres könnte dann das neue Nahversorgungs- und Fachmarktzentrum in Gößweinstein eröffnet werden.

Lang mahnt zur Ruhe

Rainer Polster (BG) hatte viele Fragen an die Planer. Welche Maßnahmen erwägt man zum Beispiel für eine Verkehrsberuhigung in der Balthasar-Neumann-Straße wenn das Einkaufszentrum kommt?
Zudem wies Polster darauf hin, dass es in dieser Straße keine Gehsteige gebe. Das sei gefährlich für Fußgänger sei.

Bei allen Fragen und Bedenken betonte Polster jedoch ausdrücklich, das die Freien Wähler nicht grundsätzlich gegen das Nahversorgungszentrum gestimmt sind.

"Die einzige Frage, die heute gestellt werden kann, ist die der Umweltverträglichkeit. Alles Weitere wird im Rahmen des Verfahrens geklärt", wies auch Bürgermeister Georg Lang (CSU) Polsters Bedenken zurück.
"Wir brauchen keine Umweltprüfung, da wir nichts verschlechtern. Ausgleichsflächen waren schon für das Gewerbegebiet vorhanden", strahlte auch Guido Bauernschmitt vom Nürnberger Landschafts- und Ortsplanungsbüro Gelassenheit aus.
Peter Helldörfer erklärte für die CSU/JuF-Fraktion, dass diese das Vorhaben ausdrücklich begrüße. "Man sieht, dass sich der Standortvorteil nun positiv auswirkt", freute sich Helldörfer.













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