Dormitz
Kriminalität

Dormitzer Bankfiliale nach Einbruch noch immer geschlossen

Auch sechs Wochen nach dem Einbruch in Dormitz ist das Haus für Kunden noch nicht zugänglich. Die Fahndung nach den Tätern blieb bislang erfolglos.
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Ein Schild am Eingang weist darauf hin, dass die Bankfiliale in Dormitz noch geschlossen ist. Foto: Petra Malbrich
Ein Schild am Eingang weist darauf hin, dass die Bankfiliale in Dormitz noch geschlossen ist. Foto: Petra Malbrich
Pendler, die am Geldautomaten der Raiffeisenbank in Dormitz am Ortsende Richtung Erlangen bequem Geld abheben konnten, stehen noch immer vor verschlossener Tür. Die Raiffeisenbank-Filiale bleibt auch sechs Wochen nach dem Einbruch geschlossen. "Die Beschädigung ist so groß, dass nicht geöffnet werden kann", sagt Gabriele Stiefler, Leiterin Marketing der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach, zu der seit der Fusion auch die Filiale Dormitz gehört. In die Bankfiliale wurde nicht nur eingebrochen, sie wurde regelrecht verwüstet.

Unbekannte Täter haben Mitte November, in der Nacht vom 18. auf den 19. November, versucht, den Tresor in der Bankfiliale in Dormitz mit brachialer Gewalt zu öffnen. Über ein Fenster auf der Gebäuderückseite waren sie in die Bank eingedrungen.


Hoher Sachschaden

Am Tag darauf, am Sonntagabend, wurden drei dunkel gekleidete Männer mit Rucksäcken in der Nähe der Zweigstelle beobachtet. Obwohl sogleich der Notruf getätigt und mit einem Polizeihubschrauber nach den Verdächtigen gefahndet wurde, entkamen diese. Der Sachschaden wird ersten Schätzungen zufolge auf etwa 20 000 Euro beziffert.

"Die Ermittlungen sind am Laufen", informiert Alexander Czech, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken. Ermittelt wird wegen Einbruch und Diebstahl. Die zahlreichen Hinweise, die bei der Kripo eingegangen sind, führten zu keinem Erfolg. Mit noch unbekannten Tätern hat es die Polizei in diesem Fall zu tun. Die Spurensicherung wurde bereits am zweiten Tag nach dem Einbruch abgeschlossen. Nun gilt es, diese Spuren mit anderen Einbrüchen abzugleichen.

Die Kunden der Raiffeisenbank hingegen wurden informiert, dass die Filiale geschlossen bleibt. In einem Schreiben wurden sie auch auf andere Filialen und Geldautomaten hingewiesen. Nur die Pendler sind verwundert und würden gerne wieder den gut erreichbaren Geldautomaten benutzen, anstatt umständlich in andere Ortschaften zu fahren. Denn auch der Vorraum der Bankfiliale, wo der Geldautomat steht, ist geschlossen. Alternative Möglichkeiten, Geld abzuheben, gäbe es neben anderen Filialen auch im Edeka-Markt in Dormitz und zahlreichen anderen SB-Stellen. Dort sind die Kunden allerdings an die Öffnungszeiten der Supermärkte gebunden.

"Man kann nicht einen Teil öffnen, da es ein Gesamtkonstrukt ist", erklärt Stiefler. Bei dem Einbruch im November wurden die Mitarbeiterräume verwüstet, Schreibtische beschädigt und auch anderes Mobiliar einfach zerstört.


Wie nach einem Hochwasser

Die Spurensicherung ist abgeschlossen, doch nun müssen versicherungstechnische Fragen geklärt werden. Das könne sich ziehen. Die Leiterin des Marketings nennt Verwüstungen bei Hochwasser als Vergleich, wie zeitintensiv diese Untersuchungen sind. Danach muss noch geklärt werden, wie und in welcher Form die Zweigstelle instand gesetzt wird und wann dann wieder geöffnet würde. "Es ist noch alles offen", informiert Stiefler, denn sobald Ergebnisse vorliegen, müssten auch Vorstand und Aufsichtsrat beraten.

Momentan jedenfalls ist die Filiale nicht nutzbar. Die Kunden, die darüber informiert sind, zeigen Verständnis, weiß Stiefler. Andere Sicherheitsmaßnahmen wurden nicht getroffen. "Sicher war alles", betont Stiefler. Denn der oder die Täter konnten den Tresor nicht öffnen - nur eine Verwüstung hinterlassen.
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