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Weilersbach
Übung

Die Weilersbacher Feuerwehr trainiert für den Tag X

Die Weilersbacher Feuerwehr spielt einen Einsatz in der Werkstatt der Lebenshilfe durch. Eine Brandkatastrophe im vergangenen Jahr hat das notwendig gemacht.
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Weilersbach an einem Tag im Juni. Warmer Sonnenschein liegt über der Gemeinde, es herrscht Ruhe und Beschaulichkeit. Viele Bewohner sind nicht im Ort, weil sie außerhalb arbeiten.
Dann, plötzlich schrillen die Alarmglocken. Es ist Punkt 14.19 Uhr. Die Weilersbacher Lebenshilfe meldet einen Schwelbrand in der Werkstatt in Weilersbach in der Ebermannstädter Straße 18. Fünf Personen sind noch eingeschlossen.
Schon heulen die Sirenen auf. Blitzschnell geht das alles. Binnen weniger Minuten kommen die Feuerwehren aus Weilersbach, Forchheim, Reuth, Reifenberg, Rettern, Bammersdorf, Kirchehrenbach, Wiesenthau und Ebermannstadt angerückt.

Dicker Rauch aus dem Gebäude
Die Forchheimer Wehr sogar mit einem Sonderfahrzeug für Atem- und Strahlenschutz. Und die Ebermannstadter haben ihre Drehleiter mitgebracht.

Es gilt schnell und entschieden zu handeln, denn dicker Rauch qualmt aus dem Gebäude. In Windeseile werden Schläuche ausgerollt und die Atemschutzträger wagen sich an die Flammen heran. Auch mit Hilfe der Drehleiter können sie es verhindern, dass die Flammen auf das Nebengebäude übergreifen. Dort sind Schwerbehinderte untergebracht. In Gruppen hatten vorher die Behinderten mit ihren Betreuern das Gebäude verlassen und Schutz unter den Bäumen gesucht.
Hilfe kam da auch von den Feuerwehrleuten, die für Sitzgelegenheiten sorgten. Schon um 14.42 Uhr können die Feuerwehrleute melden: "Alle Personen in Sicherheit."

14 Tote im November
Was dramatisch klingt, war am Ende doch kein Ernstfall. Es handelte sich stattdessen um eine unangekündigte Sonderübung.
In Absprache zwischen dem Geschäftsführer der Lebenshilfe Weilersbach, Wolfgang Badura, und Kreisbrandinspektor Georg Henkel war diese Großübung veranlasst worden.
Hintergrund der Übung ist Brandkatastrophe in einem Behindertenheim am Tittisee gewesen. Bei dem Feuer im November 2012 waren 14 Menschen ums Leben gekommen.

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