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Obertrubach
Jubiläum

Die Obertrubacher feiern ihre Feuerwehr

Die zahlreichen Festredner sind sich in einem einig: Die Feuerwehr hat in den 125 Jahren ihrer Existenz viel für die Gemeinde und ihre Menschen getan. Das große Fest gipfelt im Festumzug.
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Die Menschen aus Obertrubach und Umgebung erwiesen auf ihre jeweils eigene Art der Feuerwehr ihre Reverenz. Foto: Galster
Die Menschen aus Obertrubach und Umgebung erwiesen auf ihre jeweils eigene Art der Feuerwehr ihre Reverenz. Foto: Galster
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Die Obertrubacher haben mit ihrer Jubelwehr vier Tage lang ein rauschendes Fest gefeiert. 125 Jahre wurde die Freiwillige Feuerwehr alt. Beim Festgottesdienst blickte Pfarrer Werner Wolf erfreut in die vordersten Bankreihen, wo sich die Festdamen komplett eingefunden hatten und mit ihrem Outfit dem Gottesdienst ein besonderes Gepräge gaben.

Der Männergesangverein und die Jugendblaskapelle verschönerten die Feier. Alle wirkten zusammen. "Ich bin stolz, Euer Schirmherr sein zu dürfen", wandte sich Wolf in seiner Rede an die Jubelwehr.

Wolf wirkt seit 30 Jahren hier, gehört längst als Unterfranke zu den Obertrubachern. "Die Vereine sind ein wichtiger Bestandteil unserer schönen Heimat", betonte er. Es war eine Feier voller Nachdenklichkeit, aber auch voller Freude. Geselligkeit mischte sich mit Hilfsbereitschaft.

Im langen Zug bewegten sich die Kirchenbesucher, die Vereine der Gemeinde und Ehrengäste durch den Ort zum Festzelt. Dort begrüßte FFW-Vorsitzender Mirco Reichel die Gäste. MdL Thorsten Glauber (FW) verwies in seinem Grußwort auf die schwierige Aufgabe im Landtag, die nötigen Rahmenrichtlinien zu schaffen und das Ehrenamt zu schützen.

Premiere für Rosi Kraus

Die Hälfte der dort vertretenen Abgeordneten komme nicht vom Land und kenne deshalb die dortigen Verhältnisse nicht. Das mache die Sache sicherlich nicht einfacher.

Ihre Premiere feierte die stellvertretende Landrätin Rosi Kraus (CSU), die ihre erste Rede in dieser Funktion im Festzelt halten durfte und unter anderem auch die Grüße von Landrat Hermann Ulm (CSU) überbrachte. Sie drückte ihre Genugtuung aus, dass immer mehr Frauen zur Wehr kommen.

Zusammen mit Bürgermeister Markus Grüner (CSU) und Marc Maier übergab Kraus Urkunde und Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft an Erich Fiedler, Walter Hofmann, Manfred Koch und Arnold Hutzler. Georg Schmitt ist seit 25 Jahren aktiver Feuerwehrmann. Die Ehrungen für die Obertrubacher Feuerwehrmänner übernahm für den Verein Mirco Reichel. Viel Beifall erhielt Alfred Müller, der 30 Jahre lang ununterbrochen die Vereinsfahne trug und jetzt aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste.

Müller selbst wirkt nachdenklich. "Früher war es eine große Ehre, die Fahne tragen zu dürfen. Heute wird es immer schwieriger, jemanden zu finden, der es macht", bedauerte er. Das sei ein Spiegelbild des gesellschaftlichen Wandels.

Als die Sonne rechtzeitig zum Festzug vom Himmel lachte, zeigte sich ein überaus malerisches Bild in einer reizvollen Umgebung. Es war zum einen die Demonstration einer mächtigen großen Feuerwehrfamilie aus dem weiten Umkreis, die im Festzug unter Musikklängen durch den Ort zog. Andererseits gab es viele bunte Trachten wie die des FSV, der Schützen, Schulen und Kindergärten, die alle zusammen eine ausgelassene Lebensfreude zelebrierten.

Über 60 Gruppen

Dazu säumten viele Gäste die Straßenränder, um die weit über 60 Gruppen zu bewundern. Bereits drei Abende vorher hatte der Bauchredner Pierre Ruby das Zwerchfell arg strapaziert, sowie die Bands Lost Eden und Dorfrocker für Stimmung und ein volles Zelt gesorgt.

Die langen und gründlichen Vorbereitungen der Obertrubacher Jubelwehr zeigten ihre Früchte in einem wohl wirklich perfekten Verlauf des Festes. Die Stadelhofener Musikanten sorgten für einen langen Nachmittag mit stimmungsvollem Ausklang.






















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