Es war das 39. Signalsteinfest. Das berichtete Bernhard Arnold, der zu den vielen Helfern zählt, die jetzt das Fest ausrichteten. Georg Will und Karl Ebenhack waren die Initiatoren 1975.
Mittlerweile hat die Veranstaltung eine beachtliche Größe angenommen. Leider wollte heuer das Wetter so richtig nicht mitmachen. Der Freitag- und Samstagabend gehörten den jungen Leuten. Die Bands Barbed Wire und Lost Eden heizten kräftig ein.

Der sonntägliche Gottesdienst, den Pfarrer Werner Wolf zelebrierte, ist ein traditioneller Bestandteil des Signalsteinfests. Den gemütlichen Frühschoppen nutzte der neue Landrat Hermann Ulm (parteilos), um sich den Menschen persönlich vorzustellen.

Er gratulierte auch dem neuen Obertrubacher Bürgermeister Markus Grüner (CSU) und den Gemeinderäten zu ihrer Wahl. Das Vorhaben, Konzepte gemeinsam zu verwirklichen, zog sich wie ein roter Faden durch die Rede Ulms. Einen Unterschied zwischen Stadt und Landkreis möchte Ulm dabei nicht machen.

Ulm läuft zum Auto

Die Blechhulza begleiteten musikalisch den Gottesdienst und Frühschoppen. Im Scherz sagte Ulm zu den Musikern anfangs seiner Rede, er könne sie gern verstärken. Das ließen sich diese nicht zwei Mal sagen. Ulm musste die Trompete aus seinem Auto holen. Musikalische Verständigungsprobleme gab es beim anschließenden Frankenliedmarsch nicht. Die musikalische Harmonie stimmte, der Stimmung tat es auch gut.

Die Hauptattraktion des Signalsteinfests, das ursprünglich von den Sängern von Obertrubach ausging, war das Chorkonzert am Sonntagnachmittag in idyllischer Lage am Signalstein. Der markante Stein war zur Zeit der fränkischen Reichsgründung eine Fanalstätte der seinerzeitigen Ostgrenze. So ist es in der Geschwander Homepage zu lesen. Blitz und Donner, verbunden mit starken Regengüssen, ließen die Verantwortlichen den Plan ändern.

Das geräumige Festzelt schaffte den nötigen Platz. Wie in den Jahren zuvor übernahm Harry Behr die Moderation. Die Gesamtleitung hatte Ludwig Ebenhack. Behr begrüßte zunächst die Alphornbläser "Schwarze Berge", die aus der Rhön angereist waren. Anschließend intonierte der MGV Großenbuch unter Leitung von Wolfgang Teller unter anderen die Irischen Segenswünsche. Besondere Gäste waren die Sänger des Chors der JVA Bayreuth.

Sonne im Herzen

Eine spezielle Note bekam das Lied "Hab Sonne im Herzen" von den Sängern des MGV Hiltpoltstein, dirigiert von Ebeli Arnold. Das ließ sich in diesem Augenblick auf den Muttertag münzen, aber auch auf das triste Wetter im Außenbereich.

Mitwirkender war weiterhin der MGV Weilersbach unter Leitung von Kathrin Knauer. Einen besonderen Höhepunkt bildeten einmal mehr die Sänger von Belcanto Vocale aus Waischenfeld.
Die Leutenbacher Musikanten gestalteten den musikalischen Ausklang des Fests.