Forchheim
Tourismus

Die Camper füllen in Forchheim die Kassen

Immer mehr Wohnmobil-Touristen entdecken die Kaiserstadt als lohnende Station. Und die Stadt schätzt die Camper als zahlungskräftiges Publikum.
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Im VW-Bus wird auf der Sportinsel übernachtet - mit E-Bikes gehen Heike und Dino Bergmann auf Entdeckungstour.  Fotos: Andreas Oswald
Im VW-Bus wird auf der Sportinsel übernachtet - mit E-Bikes gehen Heike und Dino Bergmann auf Entdeckungstour. Fotos: Andreas Oswald
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Im Wohnmobil wird die Welt zum Zuhause - immer mehr Menschen entdecken nach dieser Devise die Freiheit auf vier Rädern. "Wir merken auch in Forchheim, dass der Wohnmobil-Tourismus zunimmt", stellt Nico Cieslar fest, der die Tourist-Info in der Kaiserpfalz leitet.
Hier ist die ist Anlaufstelle für viele Camper auf dem Weg in die Stadt. "Da hört man viel Lob über unsere Stellplätze auf der Sportinsel", betont Cieslar. Er weiß: Das Image der Billig-Urlauber, die aus der Dose leben und nur Müll hinterlassen, ist von Gestern. "Die Wohnmobilisten lassen ihr Geld in der Stadt - sie gehen beispielsweise gerne essen, um die regionalen Spezialitäten kennen zu lernen".


Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

"Wir genießen die Vielfalt der Forchheimer Gastronomie", schwärmen Heike und Dino Bergmann aus dem Ruhrgebiet. Und überhaupt sei Forchheim ein "schönes Städtchen". Das Ehepaar macht mit einem VW-Bus seit Samstag auf der Sportinsel Station und ist mit dem Stellplatz zufrieden. Alles sei gepflegt und der Platzwart sehr hilfsbereit - kurzum: ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, bescheinigen die beiden.
Die Bergmanns haben eigens ihre E-Bikes mitgenommen und sind begeistert vom Regnitz-Radweg, auf dem sie bis nach Bamberg gefahren sind. Dort wollten sie ursprünglich mit ihrem Wohnmobil Station machen - doch in der Domstadt waren alle Stellplätze voll belegt. So wurde Forchheim zum willkommenen Ausweichquartier.


Bamberg ist viel teurer

Und gespart haben die Camper dabei auch noch: "In Bamberg zahlt man am Heinrichsdamm 15 Euro pro Nacht - zwar mit W-Lan, aber ohne WC", berichten Grete und Hans Lidl, die neben den Bergmanns stehen. Die Ansbacher kommen schon das sechste Jahren mit ihrem Hymermobil nach Forchheim. Sie schwärmen von der schönen Altstadt, dem sauberen und ruhigen Stellplatz und den hilfsbereiten Platzwarten. Michael Mauser und Stephan Eberlein kümmern sich um die an- und abreisenden Camper und stehen auch sonst mit Rat und Tat zur Seite. "Die Camper sind ein unkompliziertes Völkchen", bescheinigt Michael Mauser. Zu Beginn der Pfingstferien hatte der Platzwart alle Hände voll zu tun: "Da gab's so viel Andrang auf dem Stellplatz, dass die Wohnmobile an der Einfahrt Schlange gestanden sind", berichtet Michael Mauser. Und letzt Woche musste ein Wohnmobil der XXL-Klasse wieder kehrt machen, weil das rollende Einfamilienhaus trotz aller Rangierbemühungen zu groß war für den Stellplatz.


Lohnende Sanitär-Investitionen

Hoch gelobt von den Campern werden die vor zwei Jahren neu installierten Versorgungsstationen. Hier gibt es gegen Münzeinwurf Strom, außerdem hat man die Möglichkeit zur Wasser Ver- und Entsorgung. Mit einer Codenummer auf dem Parkschein stehen einem außerdem die Dusch- und Toilettenanlage auf dem nahe gelegenen Sportplatz zu Verfügung.
"Wir haben in die Erneuerungen auf dem Wohnmobilstellplatz an die 80 000 Euro investiert", erklärt Walter Mirschberger, der als Chef des Bau-, Grün- und Bäderbetriebs auch für die Camperparkplätze auf der Sportinsel zuständig ist. Trotz der letztjährigen Preiserhöhung auf 9 Euro werde der Platz gut angenommen, betont Walter Mirschberger. Im Vergleich zu 2014, wo 1736 Übernachtungen verzeichnet wurden, hatte sich 2015 die Zahl bereits auf 2188 erhöht. Im vergangenen Jahr sind die Übernachtungszahlen auf dem Wohnmobilstellplatz noch einmal gestiegen - und zwar auf 2370.

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