Buckenhofen
Jubiläum

Die Bläser feiern ein Fest der Superlative

Angemessen musikalisch und voller Stolz feierten die Buckenhofener Bläser den 50. Geburtstag ihres Vereins.
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Die Mitglieder der Buckenhofener Blasmusik sind Könner an ihren Instrumenten.  Fotos: Jan Korporaal
Die Mitglieder der Buckenhofener Blasmusik sind Könner an ihren Instrumenten. Fotos: Jan Korporaal
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Nach einem stimmungsvollen Auftakt in das Festwochenende "50 Jahre Bläsermusik aus Buckenhofen" mit Festakt und Weinabend am Freitag war der Samstag dem Besuch von etwa 500 Musikkameraden aus den benachbarten Vereinen vorbehalten.

Dabei kamen diese nicht wie gewohnt in ihren Uniformen, sondern trugen alle ein knallrotes Aktions-T-Shirt, welches ihnen zuvor schon von ihren Gastgebern passgenau zur Verfügung gestellt worden war.
So bot sich ein beeindruckendes Bild, als am Nachmittag die insgesamt 15 Vereine nacheinander mit klingendem Spiel in das Sportinsel-Stadion einmarschiert und vor der Zuschauertribüne aufgereiht waren. In Windeseile wurden unter Regie des Stabführers Lars Pislcajt vom Musikverein Forchheim-Buckenhofen (MVFB) die Protagonisten in Neuner-Reihen auf der Tartanbahn aufgereiht und schon setzte sich das XXL-Marschorchester in Bewegung. Eine Aktion, die es zwar nicht ins Guinessbuch der Rekorde schaffen wird, trotzdem sicher einmalig im Nordbayerischen Musikbund bleiben dürfte.


Grußworte voller Respekt

Das bestätigten auch der Schirmherr, Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD), Landrat Hermann Ulm (CSU) sowie die Vertreter des Nordbayerischen Musikbundes, Kreisvorsitzender Georg Schirner und Angelika Becher, die den Bezirk Oberfranken repräsentierte. In ihren Grußworten zollten sie den Gastgebern und den Akteuren Respekt für diese logistische wie musikalische Leistung.

Der musikalische Leiter im MVFB, Christian Libera, dirigierte den Gemeinschaftschor und übergab bei der Bayernhymne den Stab an den passionierten Blasmusiker Landrat Ulm. Auf dem Festgelände wartete danach ein schattiger Biergarten, kühle Getränke und der Wohlklang der Buckenhofener Blasmusik auf die vielen hundert Musiker. Doch damit war der musikalische Samstag noch lange nicht vorbei. Am Abend wartete "Berthold Schick und seine allgäu6" mit böhmisch-mährischer Blasmusik vom kleinsten auf.

Die sieben Profis aus dem Allgäu darf man getrost zu Europas Spitzenklasse in der Szene zählen, dementsprechend enthusiastisch wurden ihre Darbietungen auch gefeiert. Ganz der großen Buckenhofener Musikerfamilie war der Festsonntag gewidmet. Um 10 Uhr zelebrierte Pfarrer Mariadas Kalluri im Festzelt den Jubiläumsgottesdienst, der von einem Team unter der Regie von Gitta Lauger exzellent vorbereitet war.

Die eigens hierfür ins Leben gerufene Kirchenband verzauberte mit "Neuem Geistlichen Lied", gesungen von Claudia Zirnsack und Gernot Reichel, ebenso wie die vom liturgischen Dienst dargebotenen Texte und Gebete. Die ganz in Weiß gekleideten Freunde vom Spielmannszug Jahn versüßten dem Publikum, welches ganztägig sowohl Festzelt als auch Biergarten bevölkerte, den reichhaltigen Mittagstisch. Am Nachmittag gaben dann die jüngsten Musiker aus der "Musikalischen Früherziehung" der Rhythmusgruppe "Rattabonga", sowie des "Juniororchester" Kostproben ihres schon erstaunlichen Könnens. Aufhorchen ließ der Premierenauftritt der erst im letzten Herbst gestarteten Erwachsenen-Bläserklasse unter Leitung von Hans-Jürgen Lorenz.


40-minütiges Konzert

Die "Jungmusiker zwischen 19 und 99" legten einen viel beklatschen Auftritt hin. Danach wurde es bunt. Unter dem Titel "Jetzt klingt's bunt" lief ein Kinder-Mitmach-Konzert ab, bei welchem das Jugendblasorchester unter Andreas Bauer und seine Schauspieler, angeführt von Paradiesvogel Lisa Schlund, die durch Diebstahl abhanden gekommene Farbenpracht zurück eroberten.

Die vielen Hundert Kinder vor der Bühne halfen mit Feuereifer bei der Farbensuche. Zum grandiosen Finale wurde am späten Nachmittag des Festsonntags geblasen. Etwa 500 Gäste und 130 Musiker aus allen Orchestern des MVFB fanden sich noch einmal auf und vor der Sportinsel-Haupttribüne zur Abschluss-Serenade ein. Festleiter Heiner Kredel moderierte das etwa 40-minütige Konzert, bei dem abwechselnd die Dirigenten Markus Schirner (Buckenhofener Blasmusik), Hans-Jürgen Lorenz (Juniororchester und Erwachsenen-Bläserklasse), Andreas Bauer (Jugendblasorchester) und Mathias Wehr (Bläserphilharmonie Forchheim) ans Pult traten.
Mir frenetischem Applaus und auch der einen oder anderen Träne begleitet wurde dabei "Land of hope and glory" gespielt
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