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Ahorntal
Burg Rabenstein

Der Mittelaltermarkt versinkt im Schlamm

Nach tagelangen Regenfällen gab es auf dem Gelände bei Burg Rabenstein fast kein Durchkommen mehr. Bei dem Mittalaltermarkt blieben die Besucher aus, die Händler packten frustriert ein.
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Eine Mutter aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, die erstmals beim Mittelaltermarkt auf Burg Rabenstein dabei war, mit ihren drei Kindern im Schlamm. Fotos: Thomas Weichert
Eine Mutter aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, die erstmals beim Mittelaltermarkt auf Burg Rabenstein dabei war, mit ihren drei Kindern im Schlamm. Fotos: Thomas Weichert
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Buchstäblich im Schlamm erstickt und abgesoffen ist der große Mittelaltermarkt auf Burg Rabenstein. Es sah am Sonntag alles ziemlich trostlos aus. Nachmittags ab 2 Uhr packten die ersten Händler bereits ein und bauten ihre Stände ab. Ohne Gummistiefel hatte man nach den tagelangen Regenfällen keine Chance mehr, durch den Schlamm zu waten.

Eine Mutter aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, die ihre drei Kinder dabei hatte und sich durch den Schlamm kämpfte, meinte, nun reicht es langsam. Am Sonntag Nachmittag um 3 Uhr brach sie nachhause auf. Sie war das erstemal dabei und hat so etwas noch nie erlebt.

Die Mittelaltergruppen bauten da bereits ihre Zelte ab, die meisten Händler und Handwerker hatten auch schon eingepackt. Fast eisern harrte der freie Wikinger Jens Perleberg vor seinem Schnitzbock noch aus. "Das war`s dann", sagte der Mann aus Möllenhagen, das liegt ganz oben in Deutschland im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Er war mit seinen Holzschnitzereien ins Ahorntal gekommen.

So schlimm war es noch nie

"Wir haben schon alles erlebt, sogar schon eine Schneeballschlacht, aber so schlimm mit dem Schlamm und dem Wetter war es noch nie", sagte einer der Türsteher, der noch für einen geregelten Abzug der Gruppen und Händler sorgt. Er passte am Tor auf, damit niemand mit seinem Fahrzeug in das Gelände hineinfährt. Alles, auch die Zelte, müssen von Hand hinausgetragen werden.

Bei den Besucherzahlen sorgte das schlechte Wetter für einen Minusrekord. Ein letzter Ritter, der mit seinem Burgfräulein am Sonntag Nachmittag noch vor einem geöffneten Stand mit mittelalterlichem Schmuck anzutreffen war, meinte, so etwas habe er auf Burg Rabenstein auch noch nicht erlebt.

Der beste Tag des viertägigen Marktes war der Eröffnungstag an Fronleichnam. Aber auch schon da blieben Autos in der aufgeweichten Wiese, die als Besucher-Parkplatz diente, stecken. Am Sonntag kamen kaum mehr Besucher, denn sie wären im Schlamm versunken.

Der nächste große Mittelaltermarkt auf Burg Rabenstein findet im August statt. Bis dahin hat sich das Wiesengelände hoffentlich wieder regeneriert.



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