Allersdorf

Der Allersdorfer Zeltplatz darf nicht wachsen

Der Campingplatz der Familie Maier-Lang vom Kormershof in Allersdorf war Thema der Gößweinsteiner Bauausschusssitzung. Ingrid Lang und Hartmut Meier-Lang hatten eine Erweiterung ihres Campingplatzes für die Sommersaison von derzeit zehn Zeltstandplätzen auf vorübergehend 25 Stellplätze beantragt.
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Der Zeltplatzbetreiber Hartmut Meier-Lang vor der Feuerstelle auf seinem Zeltplatz. Foto: tw
Der Zeltplatzbetreiber Hartmut Meier-Lang vor der Feuerstelle auf seinem Zeltplatz. Foto: tw
Einstimmig lehnten die Mitglieder des Bauausschusses den Antrag ab, da dem eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange entgegenstehe.
Bei der beantragten Erweiterungsfläche handelte es sich um die gleiche Flächengröße wie bereits im eingereichten Bauantrag aus dem Jahr 2010, der damals ebenfalls abgelehnt worden war. Meier-Lang begründete seinen Antrag mit der hohen Nachfrage von Campinggästen. Wegen der Begrenzung auf zehn Zeltstandplätzen sei nur eine geringe Einnahme zu erwarten, mit der eine Existenzsicherung seiner fünfköpfigen Familie und der Erhalt des Hofes nicht möglich sei, so Meier-Lang.

Bedenken des Jagdpächters

Auf der Sitzung teilte Jagdpächter Johann Baier mit, dass den Allersdorfer Bürgern von den Zeltplatzbetreibern bisher kein eindeutiges Konzept vorgelegt worden sei.
Baier sprach auch von einer Überbelegung oder Geruchs- und Lärmbelästigungen. Über eine Erweiterung des Zeltplatzes könne erst gesprochen werden, wenn ein Konzept vorliege und das Vertrauen zwischen den Zeltplatzbetreibern und den Anliegern wieder vorhanden sei. Weiter verwies Baier darauf, dass eine Verlagerung der Zelte auf die Wiese im hinteren Bereich eine Störung aus naturschutzrechtlicher Sicht sei, da gerade jetzt im Frühjahr die Wildtiere in der Aufzucht von Jungtieren gestört werden.

Gäste wieder weggeschickt

Die Zeltplatzbetreiber betonten, dass es nur um eine vorübergehende Erweiterung des Zeltplatzes im vorderen Bereich der Wiese gehe. Bei nur zehn Zeltstandplätzen müssten viele Gäste wieder weggeschickt, was oft zur Folge habe, dass irgendwo in der freien Natur gezeltet würde.
Der Bürgermeister Georg Lang (CSU) betonte, dass bisher kein Kompromiss zwischen dem Zeltplatzbetreiber und den Allersdorfer Bürgern gefunden werden konnte. Auf dem bereits genehmigten Bauplan seien zehn Zeltstandplätze mit einer Gesamtfläche von 700 Quadratmetern für Zelte dargestellt. Auf dieser Fläche könnten mehrere Zelte aufgebaut werden, zehn Zeltstandplätze müssen deshalb nicht gleich zehn Zelte bedeuten, so der Rathauschef.
Darüber hinaus können unter bestimmten Voraussetzungen auf Antrag für organisierte Zeltlager bis zu vier Genehmigungen im hinteren Bereich der Wiese durch den Markt Gößweinstein erteilt werden. Zeltlager wurden bereits durch die Gemeinde im hinteren Bereich der Wiese in diesem Jahr genehmigt, erklärte Bürgermeister Lang.

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