Forchheim
Tierwelt

Den Urviechern im Landkreis Forchheim auf der Spur

18 verschiedene Fledermausarten tummeln sich in der Region und lassen sich mit Hilfe des Batcorders erfassen. Das Projekt "Fledermaus-Monitoring Stadt und Landkreis Forchheim" läuft bereits seit fünf Jahren.
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Das erste Bild der Nymphenfledermaus, nachdem sie gefangen wurde. Foto: Johannes Mohr
Das erste Bild der Nymphenfledermaus, nachdem sie gefangen wurde. Foto: Johannes Mohr
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Der große Abendsegler ist so laut wie ein Presslufthammer. Die Rufe dieser Fledermaus können noch aufgenommen werden, wenn diese 100 Meter über einem Batcorder fliegt. Während die Bechstein fledermaus fast lautlos am Gerät vorbeifliegt und nur in einem Radius von fünf Metern registriert wird. Diese Spezies sind zwei von 18 Fledermausarten, die durch das Projekt "Fledermaus-Monitoring Stadt und Landkreis Forchheim" in der Region registriert wurden.

Seit fünf Jahren läuft das Gemeinschaftsprojekt unter der Leitung von Friedrich Oehme (Bund Naturschutz). Deshalb wurde am Dienstag in St. Gereon eine erste Bilanz gezogen und nach vorne geblickt.
Seine Erkenntnisse verdankt das Projekt vielen eherenamtlichen Helfern und dem Batcorder, einem Gerät, das die Ultraschall-Rufe der Fledermäuse aufnimmt. Anschließend stellt eine Software anhand der Melodie des Ruf-Mitschnitts fest, um welche Art es sich handelt.


Im Mai, Juli und September werden Batcorder in Tälern, Hochflächen und Höhlen in Stellung gebracht - dann heißt es Warten. Besonders geduldig war Johannes Mohr vom Landratsamt, der 2012 den Erstnachweis für die lange verschollene Nymphenfledermaus lieferte. Die Wipfel alter Eichen sind Unterschlupf für diese Tiere. Sie flattern nur zum Trinken an den Bach und diese Chance nutzte Johannes Mohr nach vier Jahren auf der Lauer.
"Fledermäuse wurden lange überhört", meint Biologe Matthias Hammer. Er will die gesammelten Daten nun noch detailliert auswerten im Hinblick auf seltene Arten. Manfred Löbl von der Regierung Oberfranken versprach am Dienstag, das Projekt mit 2500 Euro zu fördern.

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