Weißenohe
Gemeinderat

Das schöne Lillachtal wird zum Namensgeber

Die alte Turnhalle, wie die Veranstaltungshalle der Gemeinde Weißenohe genannt bisher genannt wurde, hat nun endlich einen wohlklingenden Namen: "Lillachtalhalle" machte aus den eingegangenen Vorschlägen das Rennen.
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Die alte Turnhalle heißt jetzt Lillachtalhalle. Foto: Petra Malbrich
Die alte Turnhalle heißt jetzt Lillachtalhalle. Foto: Petra Malbrich
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Die alte Turnhalle war einmal. Die Veranstaltungshalle der Gemeinde soll einen neuen - einen "richtigen" Namen erhalten. Vorschläge aus der Gemeinde waren erwünscht. Lillachtalhalle gab Daniel Trübenbach als Vorschlag der FWG ab. Johann-Baptist-Friedrich-Halle nannte der Heimat- und Touristenverein einen bedeutenden Bürger aus Weißenohe. Ihm gehörte die Brauerei, in der dazugehörigen Wirtschaft fanden Vereinsgründungen statt und er war Bürgermeister der Gemeinde Weißenohe. Auch ein Bürger schickte Namen ins Rennen: Sonnenbergsaal, Hainbergsaal oder Lustgartensaal waren einige seiner Vorschläge, von denen die Räte bezweifelten, dass sie ernst gemeint waren.


Persönlich oder geografisch?

"Wenn man meine Vorgänger aufzählt, haben alle eine große Aufgabe erfüllt - und wenn es ,nur' der Straßen- oder der Kanalbau gewesen ist", erklärte Bürgermeister Rudolf Braun (FW), warum er kein Freund des Personenkults sei. Zustimmung erhielt er von Norbert Weber (Grüne), der bei einer personenbezogenen Namensgebung seinen Großvater Heinrich Weber ins Rennen schicken müsse. Er sei mit vielen Vereinen in Verbindung zu bringen und war Ehrenbürger von Weißenohe. Johann Baptist Friedrich habe keinen großen Bezug zur Turnhalle, waren andere Meinungen. Es würde nichts gegen eine Straßen- oder Platzbenennung nach ihm im Umfeld des Klosters sprechen, hier wäre dies jedoch unpassend.

Die Vorteile der geografischen Namensgebung für die alte Turnhalle lagen deshalb auf der Hand. Daniel Trübenbach begründete seinen Vorschlag damit, dass viele Bürger die Namen der Weißenoher Persönlichkeiten nicht kennen, Lillachtal hingegen sei neutral. Einstimmig beschloss der Rat deshalb, dass die alte Turnhalle künftig die Lillachtalhalle sein soll.

Das Lillachtal ist das Stück Natur, mit dessen Einmaligkeit Weißenohe zahlreiche Touristen anlockt. Für den neuen überörtlichen Tourismusverein, in dem auch Weißenohe Mitglied ist, soll die Gemeinde nun einen Beisitzer benennen. "Es ist sinnvoll, wenn das jemand macht, der mit Tourismus zu tun hat. Ich denke dabei an den Heimat- und Touristenverein", sagte der Gemeindechef in Richtung Norbert Sulzbacher  (WG d. AN), der bereits im Vorstand des Vereins engagiert ist. Einstimmig bestätigte der Gemeinderat diesen Vorschlag.

Weitere Punkte
Schulverband Bürgermeister Rudolf Braun informierte über die Schulverbandssitzung. Pro Jahr zahlt die Gemeinde 1522,73 Euro pro Schüler an den Schulverband. 32 Schüler aus der Gemeinde besuchen die Schulen in Igensdorf und Gräfenberg. Die Gesamtumlage für Weißenohe beträgt damit 51 772,73 Euro. Dass die Mittagsbetreuung in der Igensdorfer Grundschule aus allen Nähten platzt, sei inzwischen bekannt. "Deshalb müssen wohl die Elternbeiträge erhöht werden."
Siebener Ludwig Gebhardt wurde einstimmig zum Feldgeschworenen ernannt und in der Ratssitzung feierlich vereidigt.

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