Greifenstein
Beisetzung

Das letzte Geleit für Otto Philipp Schenk Graf von Stauffenberg

In Greifenstein ist Otto Philipp Schenk Graf von Stauffenberg beerdigt worden. Er war am 16. Juli im Alter von 88 Jahren gestorben.
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Die Trauergäste ziehen zum Familienfriedhof in Greifenstein. Fotos: fra-press
Die Trauergäste ziehen zum Familienfriedhof in Greifenstein. Fotos: fra-press
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Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, des deutschen Adels und Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur fand am Freitag der am 16. Juli im Alter von 88 Jahren verstorbene Otto Philipp Schenk Graf von Stauffenberg sein letzte Ruhestätte. Er wurde auf dem Familienfriedhof in Greifenstein beigesetzt.
Das feierliche Requiem in der St.-Veit-Michaelskirche umrahmten Bavarian Brass aus Eschenbach, der evangelische Kirchenchor Siegritz sowie der Männergesangverein Heiligenstadt.

Mut und Gerechtigkeit

Der Bamberger Generalvikar Prälat Georg Kestel erinnerte daran, dass der Name Stauffenberg seit Jahrzehnten in der freien Welt unverrückbar für Tapferkeit und Mut, Gerechtigkeit und Menschenwürde stehe.
Der Name verpflichte zum Widerstand gegen Machtmissbrauch und Tyrannei. Otto Philipp von Stauffenberg selbst war als Jugendlicher nach dem 20. Juli 1944, als unter anderem sein Onkel Claus Schenk Graf von Stauffenberg versucht hatte, Hitler mit einer Bombe zu töten, von den Nazis in Sippenhaft genommen worden.
Der in München als jüngstes von vier Kindern geborene Otto Philipp verbrachte seine Kindheit und Jugend in Jettingen. Zwischen August 1944 und Anfang Mai 1945 war er in Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert.

Erst nach amerikanischer Schutzhaft errang er am 19. Juni 1945 wieder die Freiheit. Dem Notabitur und Studium der Forstwirtschaft in München folgte im Alter von 23 Jahren die Hochzeit mit Oculi Freiin von Lerchenfeld im Bamberger Dom.

Dem gräflichen Paar wurden vier Kinder geschenkt, die bis heute den Stammbaum um acht Enkelkinder anwachsen haben lassen. Seine geliebte Ehefrau Oculi starb im Jahr 2006. Otto Philipp Schenk Graf von Stauffenberg war aus dem politischen Leben seiner Heimatgemeinde Stücht und später dem in Heiligenstadt nicht wegzudenken. Dort gehörte er 28 Jahre lang dem Gemeinderat und 18 Jahre lang dem Kreistag an. Er war darüber hinaus in mehreren Verbänden ein gefragter Experte und hatte 28 Jahre lang das Amt des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden in Heiligenstadt inne.

Die letzte Ehre am Grab

Für seine Verdienste wurde der passionierte Jäger im Jahr 1997 mit dem Bayerischen Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung ausgezeichnet. Er gehörte als Großkomtur dem königlich-bayerischen Hausritterorden vom Heiligen Georg und als Comthur des Herzoglich Sachsen-Coburg und Gotha'schen Hausordens an.
Am Familiengrab erwiesen Otto Philipp Schenk Graf von Stauffenberg unter anderem Bezirkstagspräsident Günther Denzler, der Bamberger Landrat Johann Kalb sowie Heiligenstadts Bürgermeister Helmut Krämer die letzte Ehre.


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