LKR Forchheim
Hochwasser

Das große Reinemachen nach dem Wasser

Am Wochenende hat ein schweres Gewitter die Freizeitplanung der Feuerwehren durcheinandergebracht. Mit Pumpen und Sandsäcken verhinderten sie in Mittelehrenbach und Umgebung, was noch zu verhindern war.
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In Mittelehrenbach hatten die Feuerwehrleute am Wochenende alle Hände voll zu tun. Foto: Galster
In Mittelehrenbach hatten die Feuerwehrleute am Wochenende alle Hände voll zu tun. Foto: Galster
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Eigentlich hatten sich die Feuerwehrleute aus Mittelehrenbach sich schon darauf gefreut, das Wochenende bei ihren Kollegen in Oberehrenbach und deren Jubiläumsfeier zu verbringen. Aber dann zogen schwere Gewitterstürme auf und schickten in einer halben Stunde mehr als 40 Liter Wasser pro Quadratmeter auf den Boden.
Kommandant Roland Brütting blieb da nichts anderes übrig, als seine Männer zum Einsatz zu rufen. Der Ehrenbach war wieder im Ort über die Ufer getreten und überflutete die Staatsstraße. Pumpen und Sandsäcke kamen zum Einsatz, um höheren Schaden zu vermeiden.

Nur um wenige Zentimeter blieb der Pegel unter der Eingangskante der Kirche. Es erwies sich als günstig, dass die Sportler spielfrei hatten und so alle Mann zur Verfügung standen. 20 Mann waren an acht verschiedenen Stellen im Einsatz.
Einmal mehr zeigte es sich, dass die Brücken zu tief hängen und das Bachprofil seit etwa 20 Jahren nicht mehr ausgebaggert worden ist. Die Ortsdurchfahrt war vorübergehend gesperrt.

Teerdecke wird unterspült

Im unteren Dorf kam die FFW Schlaifhausen zu Hilfe, die FFW Ortspitz-Seidmar reinigte die Straße oberhalb von Mittelehrenbach Richtung Thuisbrunn.
Schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde das Bankett an der Staatsstraße außerhalb Mittelehrenbachs Richtung Thuisbrunn. Armtief rissen die Wassermassen auf einer Länge von rund 50 Meter den Seitenstreifen weg und unterspülten auf diesem Streifen die Teerdecke. Das Gewitter und der damit einhergehende Starkregen machte auch den Feuerwehrmännern aus Kirchehrenbach einen Strich durch die Rechnung. Wie ihre Kollegen aus Mittelehrenbach hatten sie sich auf das Jubiläumsfest in Oberehrenbach gefreut.

Stattdessen wurden die Brandschützer kurz vor 12 Uhr alarmiert, denn in der Schulstraße drohte Wasser in ein Haus zu laufen. Dort hatte sich vom Walberla her ein kleiner Sturzbach gebildet. Mit mehreren Sandsäcken konnte die Gefahr schnell gebannt werden.
Im Anschluss wurden noch mehrere Straßen kontrolliert, im Ortskern trat der Ehrenbach sehr schnell über die Ufer (Leutenbacher Straße), ein Eingreifen war aber nicht nötig. Der Einsatz am Gerätehaus mit insgesamt 32 Frauen und Männern der Feuerwehr konnte kurz vor 14 Uhr beendet werden.

120 000 Euro Schaden in Kita

Auch Thuisbrunn zog das Gewitter in Mitleidenschaft. Aus Richtung Haidhof ergoss sich ein strömender Bach nach Thuisbrunn in Richtung Ortsmitte und überflutete dort die Fahrbahn und ein Anwesen.
Die Feuerwehr Thuisbrunn leitete Verkehrssicherungsmaßnahmen ein und setzte im betroffenen Anwesen eine mobile Spezialpumpe ein. Ein Eingreifen die Kameraden aus Gräfenberg war aus diesem Grund nicht mehr notwendig.

Ein Bild von den jüngsten Hochwasserschäden im südöstlichen Landkreis Forchheim hat sich derweil MdL Thorsten Glauber (FW) gemacht. In Neunkirchen ließ sich Glauber unter anderem die Schäden im evangelischen Kindergarten zeigen. Am 31. Mai hatte der über die Ufer fließende Brandbach den Kindergarten 20 Zentimeter unter Wasser gesetzt. Der Schaden beläuft sich auf rund 120 000 Euro.
In Neunkirchen hoffen die Menschen wie überall im Landkreis, das Schlimmste jetzt überstanden zu haben. Tatsächlich stehen die Zeichen auf Entspannung. Am Montag wurden dieRettungskräfte im Landkreis zu keinen weiteren Einsätzen gerufen. gal/Fr/ft

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