Forchheim
Neueröffnungen

Das Handelskarussell dreht sich in Forchheim

Zwei Läden, die kürzlich in der Forchheimer Innenstadt dicht gemacht haben, starten mit veränderten Konzepten neu durch.
Artikel drucken Artikel einbetten
Heute zu - bald mit neuem Konzept wieder offen: Das Modegeschäft in der Hauptstraße 48.  Fotos: Andreas Oswald
Heute zu - bald mit neuem Konzept wieder offen: Das Modegeschäft in der Hauptstraße 48. Fotos: Andreas Oswald
+2 Bilder
Zuerst die schlechte Nachricht: seit Donnerstag hat das Modegeschäft "Vero 48" in der Hauptstraße geschlossen. Jetzt die gute : Mitte September macht der Laden wieder auf. "Mit neuem Konzept", wie Inhaberin Birgit Tröster unserer Zeitung verrät.

Mit neuer Ausrichtung wird auch der Ticketverkauf am Paradeplatz wieder öffnen. Nachdem der Vorbesitzer Insolvenz angemeldet hatte, will der neue Inhaber, Robert Böhm aus Pottenstein, am 30. August mit "Formel 1" und Bayern-München durchstarten.

Auf welches Konzept Birgit Tröster setzt, will sie noch nicht sagen. Nur so viel: junge Mode, die den Schwerpunkt der bisherigen Kollektion bildete, werde in Forchheim nicht angenommen. "Anscheinend verlieren wir da die Kundschaft ans Internet", vermutet Birgit Tröster.

Die Geschäftsfrau wäre froh, wenn der Handel in Forchheim mehr an einem Strang zöge. "Gleiche Öffnungszeiten wären ein Ziel - aber das versuchen wir schon seit 20 Jahren vergebens zu verwirklichen", stellt Birgit Tröster resigniert fest. Kontraproduktiv sei zudem die Tiefgaragenbaustelle in Verbindung mit den vielen Straßensperrungen. "Vielleicht könnte man die Baustellenarbeiten besser koordinieren?", fragt sich die Geschäftsfrau.


Werbepilz stinkt Modefrau

Was Birgit Tröster noch erbost: Der "Werbepilz" in der Fußgängerzone. "Seit zehn Jahren kämpfen wir gegen das scheußliche Ding", empört sich die Modehändlerin. "Es ist verdreckt, es stinkt dort - und seit Abbau der Telefone ist die Säule ohnehin nutzlos". Besonders ärgert sich die Geschäftsfrau, dass Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) ihre schriftliche Beschwerde bis heute noch nicht beantwortet habe. Unsere Zeitung hakte nach: "Eine Antwort gibt's dann", so der OB, " wenn ich eine Antwort habe". Es handele sich nicht nur um eine Litfaßsäule, erklärt Kirschstein, sondern auch um eine Einrichtung für Versorgungsleitungen. Daher sei eine Demontage nicht möglich. Aber Kirschstein kann versichern: "Wir sind dran, dies gestalterisch aufzuwerten".

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren