Forchheim
Winter

Das Eis im Main-Donau-Kanal bleibt gefährlich

Der Main-Donau-Kanal bleibt gesperrt. Erst müssen Eisbrecher die Fahrrinne freimachen. Das Schifffahrtsamt warnt erneut vor dem Betreten der Eisflächen.
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Symbiolfoto: FT/rm
Symbiolfoto: FT/rm
Trotz milderer Temperaturen gibt es keine Entspannung für die gesperrte Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal. Seit über einer Woche geht nichts mehr für die Schifffahrt auf dem Kanal, der von Eggolsheim bis Hausen durch den Kreis Forchheim führt.

Die gesamte Wasserstraße ist eingefroren. Und es sieht gemäß Pressemeldung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Nürnberg auch nicht danach aus, dass sich die Situation ändert.
Die Temperaturen sind zwar im Gegensatz zur letzten Woche wesentlich gestiegen. Derzeit herrscht kein Dauerfrost. Aber die letzte Woche mit den sehr niedrigen Temperaturen hat dazu geführt, dass die Eisdicken zum Teil bis auf 80 Zentimeter angewachsen sind. Das Auftauen dieser Eismengen braucht Zeit.


Vorbereitungen zum Eisaufbruch

Damit die Schifffahrt wieder ungehindert weiterfahren kann, sind verwaltungseigene Eisbrecher notwendig. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg besitzt einen eigenen Eisbrecher. Bis zu vier weitere Eisbrecher werden von den Nachbarämtern vom Main und der Donau zur Verfügung gestellt. Allerdings herrschen auch hier ähnliche Verhältnisse.

Am Main beginnt man derzeit mit dem Eisaufbruch. Erst wenn hier das Eis weg ist, können die Eisbrecher am Main-Donau-Kanal zur Hilfe kommen. Deshalb werden im Nürnberger Amtsbereich nun durch die Beschäftigten Vorkehrungen getroffen, damit die Eisbrecher dann möglichst schnell vorwärts kommen.

Zum Beispiel versucht man die Eismassen, die an den Toren festgefroren sind, durch den Einsatz von Dampfstrahlern mit heißem Dampf zu entfernen. Elektroniker, Industriemechaniker und Wasserbauer sind im Einsatz und kontrollieren die Anlagen, dass alles läuft.

Wenn dann die Eisbrecher im Einsatz sind, kommt es besonders in den oberen Schleuseneinfahrten verstärkt zu Eisansammlungen, da hier durch Schleusungen das Eis angesaugt wird. Auch die Eisstoßer werden dann wieder ihren Dienst aufnehmen.


Ausblick und Prognosen

Wann alles wieder läuft, kann das Schifffahrtsamt noch nicht absehen. Momentan ist sogar davon auszugehen, dass die Temperaturen in der nächsten Woche wieder stärker fallen. Der Schleusenbetrieb bleibt also bis auf weiteres von Bamberg bis Kelheim gesperrt.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg warnt weiterhin eindringlich davor, die Eisflächen zu betreten, da sich das Wasser unterhalb des Eises bewegen kann. In unregelmäßigen Abständen müssen Schleusungen durchgeführt werden, um die Anlagen gegen das Eis zu sichern. Für den Spaziergänger ist nicht erkennbar, wann eine Schleusung erfolgt und er sich in Gefahr bringt.
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