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Forchheim
Denkmalschutz

Dankeschön für den Blick hinter die Kulissen

Mit einem Präsent und einer Urkunde bedankte sich Oberbürgermeister Uwe Kirschstein(SPD) bei Claudia Dippacher und Wolfgang Barthelmann.
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Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (links) dankte Claudia Dippacher und Wolfgang Barthelmann.  Foto: Josef Hofbauer
Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (links) dankte Claudia Dippacher und Wolfgang Barthelmann. Foto: Josef Hofbauer
Mit einem Präsent und einer Urkunde bedankte sich Oberbürgermeister Uwe Kirschstein(SPD) zu Beginn der jüngsten Stadtratssitzung bei Claudia Dippacher und Wolfgang Barthelmann. Sie hatten beim Tag des offenen Denkmals ihre Gebäude geöffnet und den Forchheimern einen Blick hinter die Fassaden gewährt.

Kirschstein rief noch einmal die baugeschichtlichen Besonderheiten der Gebäude in Erinnerung. So ist das Haus von Claudia Dippacher, Bamberger Straße 26, Teil eines denkmalgeschützten Ensembles. Das giebelständige Satteldachhaus mit Krüppelwalm stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Gebäude besteht im Erdgeschoss aus Sandstein, das Obergeschoss wurde als Fachwerk-Konstruktion errichtet und im Keller gibt es ein Sandstein-Tonnengewölbe. Das Gebäude, so Kirschstein, wurde umfassend saniert, so dass auch die Ladennutzung im Erdgeschoss wieder aufgenommen werden könne.


"Das Grundstück der 1784 errichteten Hammerschmiede in der Bamberger Straße 47 befindet sich an der Westseite, zwischenzeitlich etwas versteckt", zitierte Kirschstein aus der Hausgeschichte des Gebäudes von Wolfgang Barthelmann. Die ehemalige Hammerschmiede wurde als eingeschossiges Gebäude mit Walmdach und flachen Dachgauben errichtet.

1896 erwarb der Urgroßvater des jetzigen Eigentümer das Anwesen. Die Nutzung als Schmiede wurde aufgegeben. Stattdessen wurde das Gebäude für ein Sägewerk erweitert. Darin wurden Zuschnitte für die Bleistift-Industrie gefertigt. Die Herstellung der Bleistift-Bretter wurde vor 55 Jahren eingestellt. Das Sägewerk wurde bis 1995 für das Baugeschäft und die Zimmerei genutzt und diente danach als Lagerfläche.

2013 hat Wolfgang Barthelmann damit begonnen, das damals etwas verfallene Bauwerk zu renovieren. In Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde der Dachstuhl erneuert und die Deckenbalken saniert. Mit dem neu eingedeckten Dach wurden heuer die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Das Gebäude nahe der Wiesent liege zwar etwas versteckt, sei aber einen Besuch wert gewesen, unterstrich Oberbürgermeister Kirschstein.

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