Wiesenttal
Veranstaltung

Burgruine Neideck erwacht zu neuem Leben

Rund 2000 Besucher zog am Sonntag das Burgfest mit Familientag trotz der Hitze auf die Burgruine Neideck. Organisator Anton Eckert vom Kulturamt des Landkreises Forchheim zeigte sich sowohl mit dem Besuch als auch mit dem Rahmenprogramm sehr zufrieden.
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An allen Ecken gab es auf der Burgruine Neideck etwas zu bestaunen: die Musiker von "Triskilian"... Foto: Thomas Weichert
An allen Ecken gab es auf der Burgruine Neideck etwas zu bestaunen: die Musiker von "Triskilian"... Foto: Thomas Weichert
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Veranstalter waren das Kulturamt zusammen mit dem Markt Wiesenttal und der Ortsgruppe Streitberg des Fränkische-Schweiz-Vereins.

"Es ist eine enorme Logistik erforderlich, um für so ein Fest alles auf die Burganlage hochzubringen", sagt Eckert und ist heilfroh, dass inzwischen ein Stromanschluss auf die ehemalige Burg der Schlüsselberger gelegt wurde. Konrad II., der letzte Schlüsselberger, hätte sicherlich nicht schlecht gestaunt, wie viele Menschen nun seine Burg besuchten. Vor allem für die Kinder wurde sehr viel geboten. Vom stets gut besuchten Puppentheater "Drache Schlapponasi" über das Bogenschießen, den Streichelzoo, die Hüpfburg bis hin zur Gauklershow "Un Poco Loco".

Streng erzählt schaurige Sagen

Unter dem Burgturm erzählte der Forchheimer Poet Rainer Streng als Räuber verkleidet so manch gruselige Sage und Legende aus der Fränkischen Schweiz. Und Rolf Böhm begleitete ihn mit ebenso schauerlichen Liedern dabei. Von dem Ensemble "Triskilian" erklang mittelalterliche Musik aus Dudelsäcken und anderen historischen Instrumenten, während sich die "Schwarzen Wölfe", eine Mittelaltergruppe aus dem Raum Forchheim, im Schwertkampf duellierten.

Hätte Konrad von Schlüsselberg damals schon solche Kanonen gehabt wie sie heute die Störnhofer Böllerschützen haben, wären die Mannen des Nürnberger Burggrafen, die seine Burg zerstörten, sicherlich schon vom Knall dieser Kanonen geflohen. Wie laut so eine Kanone und die Böller der Störnhofer sind, konnten die Besucher des Familienschwimmbads Streitberg am Fuße der Burgruine noch hören.

Der Weg hoch zur Burg ist zwar beschwerlich, besonders bei der Sommerhitze. Doch für die Besucher, die ihn auf sich genommen haben, hat er sich gelohnt. Das Burgfest für Familien auf der Neideck soll nun zu einer festen alljährlichen Veranstaltung in Streitberg werden.



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