Hiltpoltstein
Attraktion

Burg Hiltpoltstein kommt unter den Hammer

Besitzer Andersen gibt auf und beruft sich dabei vor allem auf finanzielle Gründe.
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Blick auf Burg Hiltpoltstein Foto: Martin Rehm
Blick auf Burg Hiltpoltstein Foto: Martin Rehm
Die Vermietung der Burg Hiltpoltstein läuft nicht wie gedacht. Bei einer Million Schulden aufgrund Kauf und Renovierungskosten steht die Burg ab Juli wieder zur Versteigerung.
Geld ist immer ein Thema. Inzwischen hat Architekt Uwe Andersen durch den Kauf und die umfangreiche Renovierung der Burg nach eigenen Angaben eine Million Euro Schulden generiert. "Es bringt nicht viel in der Vermietung", sagt Andersen.

Seine Pläne lassen sich so nicht realisieren, was es schwierig mache, weiter zu investieren. Die 1109 erstmals urkundlich erwähnte Burg steht nun wieder zum Verkauf. In Berlin wird das Hiltpoltsteiner Wahrzeichen beim Auktionator Karhausen versteigert werden. Das Mindestgebot steht bei 1,2 Millionen Euro.
Andersen hatte die Burg 2013 ersteigert. Elf Zimmer, 366 Quadratmeter Wohnfläche und 1470 Quadratmeter Grund lauten auf "Immoscout 24" die baulichen Angaben für die Burg.


Fulminantes Bauwerk

Mit dem Erwerb der Burg hatte das seit 2006 unter Zwangsverwaltung gestandene Bauwerk wieder einen Burgherren. Denn der frühere Besitzer musste 2006 Konkurs anmelden.

Viele Ideen hatte Andersen, um der Burg wieder Leben zu verleihen. Zunächst plante er den Bau von Seniorenwohnungen. Dann hatte er die Idee, aus dem fulminanten Bauwerk des elften Jahrhunderts eine Eventburg zu machen und schließlich wollte der Architekt in die höherwertige Vermietung einsteigen. Die erste Idee des Eventhotels scheiterte an den Umnutzungsgenehmigungen und Verhandlungen mit Anwohnern, denen einige Zufahrten zur Burg gehören. Auch ein vorgeschriebener Fluchtweg hätte über Privatgrund laufen müssen. Eine Tiefgarage zu bauen oder Stellplätze zu errichten, war ebenfalls nicht umsetzbar.

Auch die Vermietung der Burg als Ferienwohnung brachte weniger ein, als Andersen gedacht hatte. Diesen Einnahmen stehen die umfangreichen Kosten gegenüber. Andersen hatte eine neue Heizung eingebaut sowie Sanitär- und Elektroanlagen modernisiert.

Bis Juli können die Räume weiter gemietet werden. Danach ist das Schicksal der Burg wieder ungewiss. Wer im Urlaub einmal Burgherr sein möchte, kann unter Telefon 0171/8185356 Informationen erhalten.
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