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Ebermannstadt
Vernissage

Bunte Bilder für die Ebermannstadter Klinik

Im Ebermannstadter Klinikum sollen die Werk der ortsansässigen Künstlerin Iris Pfaff nicht nur für Kunstgenuss sorgen, sondern darüber hinaus auch den meist älteren Patienten Struktur und Orientierung bieten.
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Künstlerin Iris Pfaff im Gespräch mit Robert Glenk, dem Vorsitzenden der Fördergemeinschaft KFS Fotos: Helmut Vogler
Künstlerin Iris Pfaff im Gespräch mit Robert Glenk, dem Vorsitzenden der Fördergemeinschaft KFS Fotos: Helmut Vogler
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"Augenblicke" nennt sich eine Ausstellung im Klinikum Ebermannstadt. Sie ist Teil der Reihe "Kunst in der Klinik" und zeigt unter dem Titel "Fotoristische Malerei - Acryl auf Leinwand" Werke der Ebermannstadter Künstlerin Iris Pfaff.

Eröffnet wurde die Vernissage von Chefarzt Dr. Rudolf Koop. "Weiße Wände, graue Böden. Das Schlimmste, was man Patienten in ihrem Krankenhaus bieten kann, ist ein Weiß ohne Struktur", sagte er in seiner Ansprache. Dieses Statement mache derzeit in den Krankenhäusern die Runde. Und das, obwohl helle Flächen Ausdruck doch in der Regel für Sauberkeit, Hygiene und Ordnung stünden.

Aber vieles verändere sich nun einmal beinahe zwangsläufig im Alter: die Kraft, der Gang und auch der Blick und auch das Sehen an sich. Das Sehspektrum älterer Menschen verschiebe sich unsymmetrisch. "Langwellige Rottöne, kurzwelliges Hellblau oder Lila werden nur schwer oder als Grau erkannt", sagte Kopp.

Wenn nun Bilder an der Wand hingen, bedeute dies nicht nur Schmuck, sondern biete vor allem älteren Menschen Orientierung, Sicherheit und Wohlbefinden. Kopp bedankte sich bei Iris Pfaff für deren Bilder in den Fluren der Klinik.


Förderung in der Schule

"Der Blick auf Ihre Bilder bringt Freude und Kunstgenuss, dem alten und vielleicht auch dementen Menschen geben sie sogar noch mehr", wandte sich Kopp an die Künstlerin.

Der Lebenspartner der Künstlerin, Apotheker Frank Heidenreich, stellte die Künstlerin den zahlreichen Gästen vor. Sie male, solange sie sich bewusst erinnern könne. "Ihr Talent wurde während der Schulzeit in Weisswasser durch einen Zeichenzirkel gefördert. Erst nur mit Bleistift, dann mit Farben, bis sie ihre liebste Herausforderung annahm und sich der fotorealistischen Malerei, Acryl auf Leinwand, widmete", sagte Heidenreich. Seit dem Jahr 2001 lebt Iris Pfaff nun in Ebermannstadt. Ihre Motive findet sie hauptsächlich auf Fotografien, sie experimentiere aber auch mit abstrakten Bildern.

Kunst bedeute für sie, den Augenblick so realitätsnah wie möglich auf die Leinwand zu bringen. Die Ausstellung ihrer Bilder kann bis Ende März im Atrium des Hauses Walberla und im Haus Feuerstein besichtigt werden.

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