Forchheim

Bühnenbau für David Garrett läuft in Forchheim auf Hochtouren

Über 50 Mitarbeiter errichten in nur fünf Tagen die Bühne auf dem Forchheimer Jahn-Gelände für die Konzerte am Wochenende. David Garret wird am Freitag, Peter Maffay am Samstag auftreten.
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Foto: Josef Hofbauer
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Die Bühne, auf der Peter Maffay und David Garrett spielen werden, ist heiß begehrt. Monatelang vorher muss sie schon gebucht werden, denn in ganz Europa gibt es nur eine Handvoll Firmen, die eine solche zur Verfügung stellen können. "Wir müssen so tun, als hätten wir hier ein Theaterhaus", sagt Jürgen Ebert, Geschäftsführer der Eventmanagementagentur Show-Factory. Denn wenn die Künstler anreisen und ihre eigene Bühnenshow mitbringen, muss die Open-Air-Bühne genauso viel tragen wie die Decke einer Veranstaltungshalle.

Um das zu bewerkstelligen, werden unzählige Traversen benötigt. Alleine das Dach der Bühnenkonstruktion wiegt deshalb 30 Tonnen. Es wird an acht Türmen befestigt und zieht sich mithilfe von Motoren dann quasi selbst um gut 13 Meter in die Höhe. "Das ist eine der modernsten Bühnen in Europa", sagt Ebert. Bei anderen Konzerten würde das Dach zum Beispiel separat gebaut und dann mit einem Kran aufgesetzt.

50 Arbeiter gleichzeitig am Werk

Um den ganzen Aufwand zu stemmen, sind derzeit etwa 50 Mitarbeiter gleichzeitig am Werk - im Zwei-Schicht-Betrieb. Insgesamt sind etwa 200 Personen damit beschäftigt, die beiden Konzerte auf die Beine zu stellen, darunter alleine 60 Ordner. So viel Personal benötigt man vor allem, weil im Konzertgeschäft alles schnell gehen muss. "Jeder Tag kostet Geld", sagt Ebert. Denn fast alles, was für solche Großveranstaltungen benötigt wird, ist nur gemietet.In nur fünf Tagen wird deshalb die komplette Bühne aufgebaut. Der Abbau darf nur zwei Tage dauern - denn die Bühne muss danach weiter nach Wien.

Damit man die ganze Logistik unter einen Hut bekommt, ist monatelange Planung erforderlich. Fast ein Jahr lang haben Ebert und seine Kollegen an den beiden Konzerten gearbeitet. Eine aufwändige Bühnenshow benötigt zum Beispiel eine Menge Strom. "Wir müssen hier quasi die Stromversorgung einer Kleinstadt aufbauen", erklärt Ebert. Zwei Notstromaggregate und hunderte Meter an Kabeln sollen sicherstellen, dass am Wochenende genug Power für Hunderte von Scheinwerfern da ist.

Für eine solche Großveranstaltung muss auch einiges genehmigt werden - die drei Notausgänge zum Beispiel, die speziell für die Konzerte eingerichtet wurden. Deswegen arbeitet Ebert auch eng mit dem Bauamt zusammen. "Eine solche Veranstaltung ist wie ein Bauwerk."

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