Igensdorf
Verkehr

Bis zu 750 Personen fahren täglich mit der Gräfenbergbahn nach Nürnberg

Der Zug ist für Viele eine gute Alternative zum Auto, um in die Arbeit zu fahren.
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Lieber mit Zug oder dem Auto zur Arbeit? Fotos: Jennifer Brechtelsbauer
Lieber mit Zug oder dem Auto zur Arbeit? Fotos: Jennifer Brechtelsbauer
Neben dem Auto benutzen viele Arbeitnehmer den Zug, um zum Job zu kommen. Die Gräfenbergbahn verbindet den Rand der Fränkischen Schweiz mit Nürnberg. Die Stationen Gräfenberg, Weißenohe, Igensdorf und Rüsselbach würden insgesamt von täglich bis zu 750 Reisenden genutzt, erklärt ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Waltraud Köhler ist eine davon, sie pendelt von Igensdorf nach Nürnberg. "Es ist einfach angenehmer mit der Bahn", sagt sie. Köhler kommt aus Igensdorf und kann zum Zug laufen. Während der Fahrt liest sie gerne die Zeitung. Es gäbe jedoch mehrere Gründe, warum sie die Bahn benutzt erklärt sie. Auch die Parksituationen in Nürnberg sei problematisch, weswegen es für sie mit dem Zug einfacher wäre. Einige der Pendler können jedoch den Zug nicht zu Fuß erreichen, da sie aus einem der umliegenden Gemeindeteilen kommen.
Heike Pfohl zum Beispiel stammt aus dem Ortsteil Pommer, der knapp sieben Kilometer von Igensdorf entfernt ist. Pfohl arbeitet ebenfalls in Nürnberg, da sie und ihr Partner nur ein Auto besitzen, fährt sie mit dem Zug zur Arbeit. "Es ist schon zeitaufwendiger als mit dem Auto", sagt sie.

Die Verkehrsanbindung in Pommer sei ziemlich schlecht, sagt Pfohl. Es gäbe am Morgen nur zwei Busse nach Igensdorf und abends nur einen nach Pommer zurück. Durch die Bus- und Zugfahrt müsse sie viel Zeit für den Arbeitsweg einplanen.

Wenn Pfohl dann doch mal mit dem Auto zum Zug nach Igensdorf fahren kann, parkt sie - wie viele andere auch - am Parkplatz von "Peters Radl Stadl". Peter Rammensee hat sein Geschäft direkt am Bahnhof. "Es stehen einige Autos da", erklärt er, "einige fragen, ob es mir was ausmacht, wenn sie dort stehen, viele stehen aber auch ohne zu fragen dort". Pfohl ist eine der wenigen, die gefragt hat. Auch die Raiffeisenbank in Igensdorf hat ihre Parkplätze direkt am Bahnsteig. Besonders im Winter stehen öfters Autos auf dem privaten Parkplatz, sagt Günter Endres, Leiter der Geschäftsstelle. "Wir sprechen die Leute einfach darauf an oder hängen ihnen Zettel an die Scheibe, dass es ein Privatparkplatz für Kunden ist", sagt Endres.

Die Parkproblematik betrifft aber nicht nur den Bahnhof in Igensdorf. Auch in Weißenohe und Rüsselbach gibt es keine Parkmöglichkeiten für Pendler. In Gräfenberg hingegen können die Bahnfahrer ihr Auto auf dem "Park and Ride"-Parkplatz abstellen.

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