Die Pflege der Kirchweihtradition hat seit Gründung der Wiesenthauer "Baamschubser" wieder stabile Formen angenommen. Die Baamschubser sind der Motor der Kerwa.
Als beim Betzentanz im Hof des Gasthofes Egelseer der Wecker klingelte, war auf der Kerwa klar, dass Jennifer Nögel und Fabian Jäkel den Betzen gewonnen hatten. Zuvor waren die Burschen durch das Dorf gezogen, um ihre Mädels mit einem Blumenstrauß abzuholen.
Bereits am Samstag hatten die Beteiligten die farbigen Fähnchen für die weißen Schürzen der Burschen vorbereitet. Die Mädchen tragen Tracht."Ich habe meine nähen lassen. Viele nutzen die Montur ihrer Großeltern oder Verwandten", erzählt Tonya Roske. Sie ist seit Jahren dabei. Dirndl findet sie für die Region nicht passend. "Wir sind doch Franken", betont sie selbstbewusst. Bestickte Schürzen, Tücher, Mieder, möglichst viele Unterröcke und das Leibchen, das mache die Fränkische Tracht aus. Am Tanz nehmen nur übrigens unverheiratet Paare teil; so, wie es Tradition ist. Andreas Schütz stellte den Betzen, den "Baamschubscher"Dieter Erlwein während des Tanzes führte. Richtig anfreunden wollte sich der Betz mit der Zeremonie nich. Er stellte sich bei den Klängen der Blaskapelle Wiesenthau/Schlaifhausen bockig in die Ecke. gal