Auf seine weiße Henne ist der zehnjährige Florian Eckert aus dem Pottensteiner Ortsteil Weidenhüll bei Leien fels besonders stolz, gewann sie doch das Finalrennen gegen die Zwerghenne "Finni 2", die dem elfjährigen Fabian Distler aus Kirchenbirkig gehört.

Zwerghuhn "Finni 2" aus dem Rennstall von Florian Distler war ebenso wie die Finalgegnerin das erste Mal dabei, als Oberfrankens schnellstes Huhn gesucht wurde. "Finni 1", die letztes Jahr noch an den Start ging, hatte in der Zwischenzeit der Hühnerhabicht geholt. Seitdem darf "Finni 2" nun gelegentlich in der Waschküche schlafen.

Jeden Tag hatten die beiden Jungs mit ihren Hühnern trainiert und zuhause sogar den Laufstall nachgebaut. So fanden sie verschiedene Techniken, wie sie ihr Huhn dazu bringen konnten, möglichst schnell durch die Drahtröhre zu laufen. Die Euronics-Flitzerin war auf die grünen Blätter einer weißen Plastikrose fixiert und jedes Mal wenn sie grün sah, flitzte sei auch schon los.

Verboten ist das Locken mit echtem Hühnerfutter, weshalb einige ersatzweise Kieselsteine im Schälchen zum Klimpern brachten. So wie Sabine Yarn, die aus Unterfranken stammt und nun in Regenthal lebt. Sie lockt das Huhn ihres Freundes Heinz Hofmann mit Kieselsteinen, allerdings mit mehr oder weniger Erfolg. Und die "unterfränkische Rennsemmel", wie Yarn selbst das Huhn nennt, das ihr Besitzer allerdings auf den Namen "Bernie Egglestone" getauft hat, gewann tatsächlich das Rennen, besser gesagt das gemächliche Dahinschreiten, in der Vorrunde, wenn auch mit einer Zeit von über vier Minuten auf dieser doch kurzen Entfernung gegen das Huhn Uta.

Bei Sabine Yarn löste dies einen richtigen Freudensprung aus, lief "Bernie Egglestone" doch im letzten Jahr noch unter ferner liefen. Inzwischen hat die Henne "Bernie Egglestone", die Heinz Hofmann einst auf dem Marktplatz im unterfränkischen Haßfurt erworben hatte, schon einen richtigen Fanclub.

Insgesamt 16 Hühner traten den ganzen Tag gegeneinander an und die Schwester von "Chicki Quicki", die im letzten Jahr noch den Hühnerthron erobert hatte, also "Chicki Quicki 2", konnte diesmal auch nicht bis ins Finale vordringen. "Tweety", alles andere als ein Rennhuhn, oder war es doch eher "Quack", legt in der Zwischenzeit noch schnell ein Ei, das auf dem Schiedsrichtertisch von Roland Brütting landet, der mit Bernd Rasser humorvoll moderiert.

"Miss Marple" kommt auch nicht so recht in die Gänge, flattert aber eifrig. "Bleck Pearl", die für die eigentlich vorgesehene "Sissi" antritt, muss wegen Lauffaulheit sogar vom Platz getragen werden und "Alkoholix" hatte doch zuvor schon etwas zu tief in den Kerwamaßkrug geschaut.