Hundsboden
Feier

Beim Backofenfest gibt es alles außer Schweinshaxen

Das Backofenfest in Hundesboden hat sich mit den Jahren zu einer ausgesprochen beiebten Veranstaltung gemausert.
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Landrat Ulm (2. v . l) mit seinem Stellvertreter Siebenhaar lassen es sich schmecken. Seniorwirt Hans Alt (r.) und seine Tochter Michaela stoßen mit an.  Foto: Reinhard Löwisch
Landrat Ulm (2. v . l) mit seinem Stellvertreter Siebenhaar lassen es sich schmecken. Seniorwirt Hans Alt (r.) und seine Tochter Michaela stoßen mit an. Foto: Reinhard Löwisch
Wenn im kleinen Juradorf Hundsboden alle freien Flächen als Parkplatz ausgewiesen werden und viel mehr Auswärtige als Einheimische die Gegend bevölkern, dann kann das nur eines bedeuten: Es ist Backofenfest.
Seit 28 Jahren wiederholt sich dieses Ritual einmal im Jahr und von Jahr zu Jahr kommen mehr Gäste, um in diesem gemütlichen Vierseithof ein paar schöne Stunden zu verleben.


Der Backofen als Mittelpunkt

So war es auch in diesem Jahr. Das Wetter spielte mit, die extra ausgeräumte Scheune blieb leer, dafür bevölkerten viele Ausflügler den Hof und genossen die einmalige Atmosphäre. Am stärksten belagert war der Backofen, der Mittelpunkt des Festes.

Hier gab es allerlei Fleischgerichte, die alle im Backofen gebruzelt wurden: Krenfleisch, Schäuferla, Roulade und Schweinebraten. "Bloß Schweinshaxen gibt es nicht", sagte Hans Alt.
Er will den anderen Backofenfesten im Umkreis keine Konkurrenz machen. Ein Haus weiter gab es Kaffee und Kuchen sowie selbst gebackene Küchla.
Wiederum ein Haus weiter standen die gekühlten Getränke. Um die Ecke, im kleinen Garten, spielte Philipp Simon Goletz mit seiner Band Lucky Brass Stimmungsmusik und irgendwo dazwischen konnte man sogar handgemachtes Olivenöl an einem Stand erwerben. Der Preuschenhof, so die offizielle Bezeichnung, stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Vor vielen Jahren erbte ihn der jetzige Besitzer Hans Alt von seinen Schwiegereltern. Jahrelang hat er in seiner Freizeit den Hof samt Scheune und Backofen renoviert, wofür ihm der Fränkische-Schweiz-Verein insgesamt zweimal den "Schmuckziegel" für gelungene Restaurierung verliehen hat. Als dann alles fertig war, erinnert sich Hans Alt, hat die Familie über eine Nutzung des Hofes sinniert und kam in diesem Zusammenhang darauf, die Scheune als Veranstaltungs- und Tagungsraum zu nutzen sowie den Backofen wieder seiner eigentlichen Bestimmung zuzuführen.


"Immer mehr Arbeit"

Das erste Backofenfest fand 1988 im kleinen Rahmen im noch kleineren Garten hinter dem Bauernhaus statt. Es wurde allseits gelobt und ein zweites Fest ein Jahr später geplant. Daraus entwickelte sich nach und nach das heutige Event. "Es wurde immer mehr Arbeit", sagte Alt.

Mittlerweile genügt es nicht mehr, lediglich die eigene Verwandtschaft für das Fest einzuspannen. Mittlerweile hat seine Tochter Michaela, sie hat 2012 den Leutenbacher Martin Ochs geheiratet, das Zepter übernommen. Hans Alt überblickt derweil alles und unterhält sich mit den Gästen.
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