Forchheim
Modellprojekt

Batterie statt Diesel auf der Bahnlinie Forchheim-Ebermannstadt

Die Züge zwischen Forchheim und Ebermannstadt sollen künftig ihre Energie aus Batterien beziehen. Auf dem Weg nach Bamberg könnten die Loks "auftanken".
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Die Wagen der Verkehrsgesellschaft Agilis sollen umweltfreundlicher werden: Batterien statt Diesel lautet die Alternative. Foto: Josef Hofbauer
Die Wagen der Verkehrsgesellschaft Agilis sollen umweltfreundlicher werden: Batterien statt Diesel lautet die Alternative. Foto: Josef Hofbauer
Auf der von der Regensburger Verkehrsgesellschaft Agilis betriebenen Nebenbahn von Forchheim nach Ebermannstadt soll bald eine neue Umwelttechnik zum Einsatz kommen. Dies erklärte der für den Öffentlichen Personennahverkehr des Landkreises Forchheim zuständige Abteilungsleiter des Landratsamtes, Klaus Hummel.

Er habe erfahren dass das Bayerische Wirtschaftsministerium Strecken suche, die sich für umweltfreundliche Techniken eigneten, teilte Hummel den Mitgliedern des Kreis-Verkehrsausschusses mit.


Antrag gestellt

Ein konkretes Projekt sei zwar noch nicht am Laufen. Doch der Landkreis Forchheim habe vorsichtshalber für seine Idee bereits einen Förderantrag beim Wirtschaftsministerium eingereicht. Es sei sicher, dass dieses Ministerium Modellprojekte auf die Beine gestellt wird.


Kein CO2 -Ausstoß

Die Idee von Klaus Hummel: Nach Absprache mit Vertretern der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) sollen zwischen Forchheim und Ebermannstadt batteriebetriebene Züge zum Einsatz kommen. Da die gelbgrün-grauen Züge des Betreibers Agilis bis Bamberg und sogar weiter bis Ebern und Lichtenfels fahren, könnten sie dort an den Oberleitungen wieder "auftanken". Die Umlaufzeit von eineinhalb Stunden sei dafür ausreichend, meint Hummel.

Landrat Hermann Ulm (CSU) zeigte sich begeistert von dieser Idee: "Dann wird die Fahrt auf der Bahnlinie nach Ebermannstadt endlich wirklich umweltfreundlich." Denn es gäbe dann keinen CO2 -Ausstoß mehr. "Statt Diesel bekämen wir dann elektrobetriebene, umweltfreundliche Fahrzeuge, die an der Hauptstrecke wieder Energie auftanken können", freute sich Ulm.

Klaus Hummel betonte: "Das Empfehlungsschreiben an das Bayerische Wirtschaftsministerium hat der Landrat bereits unterschrieben." Und Hermann Ulm ergänzte lächelnd: "Die Bewerbung steht!"


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