Baiersdorf

Baiersdorf tütet Hundekot ein

Der Baiersdorfer Stadtrat spricht sich für eine Pflicht zur Benutzung von Hundekot-Tüten aus. Bei Zuwiderhandlung droht Hundebesitzern ein Bußgeld.
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Tüten sind künftig Pflicht beim Gassigehen.  Foto: Maja Hitij dpa
Tüten sind künftig Pflicht beim Gassigehen. Foto: Maja Hitij dpa
Seit Jahren schon beschäftigt den Stadtrat die Hundehaltung - aber weniger die Tiere an sich, sondern ihre Hinterlassenschaften auf Wegen und öffentlichem Grün. Deshalb war die Beratung über eine neue Grünanlagensatzung das Hauptthema der Ratssitzung. Eine Tütenpflicht für die "Herrchen" wird eingeführt, damit sie die übelriechenden Spuren ihrer Vierbeiner mit nach Hause nehmen können. Das ist dieselbe Regelung, wie sie auch die Stadt Erlangen kennt. "Taugt sie etwas in der Praxis ?", fragten sich querbeet etliche Stadträte. Was ist mit dem Urin markierender Rüden? Jürgen Maiss von den Freien Wählern versuchte zu differenzieren. Aus medizinischer Sicht sei Urin steril, im Gegensatz zu Kot, der auch für den Menschen krankheitserrregende Keime enthalten könne.
Erika Baier (CSU) sah es im gesellschaftlichen Kontext. "Es gebietet schon der Anstand - entweder ich habe daheim Platz für den Hund oder ich muss hinausfahren". Denn mit dem Hinausgehen klappt es zum Beispiel in der Hut nicht, meinte Norbert Siewertsen (FW). Dort sind fast alle Straßen und Wege von öffentlichem Grün umgeben, so dass bestimmt mancher Rüde unterwegs sein Bein hebt. Wie auch immer: Der Stadtrat erließ bei drei Gegenstimmen die neue Satzung mit den strengen und Bußgeld bewehrten Auflagen für Hundehalter.
Noch nicht in trockenen Tüchern ist das Bauvorhaben eines Investors im Norden Baiersdorfs. Auf den freien Flächen gegenüber den großen Einkaufsmärkten will er in der Fortsetzung der Werkstraße ein Mehrgenerationenhaus errichten - hauptsächlich barrierefreie Eigentumswohnungen in Form von zwei viergeschossigen Gebäuden, deren dritte und vierte Stockwerke abgetreppt sein sollen. Im Moment ist unklar, ob der Investor alle benötigten Grundstücksteile erwerben kann. Eine Teilfläche soll mit Leitungsrechten anderer Anlieger belastet sein. Da rechtlich eine Übernahme möglich ist, so Bürgermeister Andreas Galster (CSU), steigt die Stadt in das Bebauungsplanverfahren ein. Die erste Auslegung soll Im August und September erfolgen.
Für den Kindergarten Blumenstraße liegt inzwischen eine Kostenberechnung vor. Abriss und Neubau kommen auf rund 2,6 Millionen Euro. Galster rechnet mit einem Finanzbedarf von drei Millionen Euro, da die Kinder für etwa ein Jahr in Containern untergebracht werden müssen.

Krisenthema Kindergarten

Die Situation des Kindergartens in Hagenau bleibt angespannt. Dort entstehen erhebliche Mehrkosten, die bauende Filialkirchengemeinde St. Marien wollte deshalb eine weiteren Zuschuss der Stadt. Das lehnte man in der vergangenen Ratssitzung ab. Die Kirche solle vorrangig eigene Grundstücke verkaufen. Alternativ müsse die Stadt, gebe sie nun den Zuschuss zum Kindergarten, ihre Zuschusszusage für den Umbau des Gemeindezentrums streichen.
Offenbar haben die Kindergarteneltern einen Brief an diverse Stadträte, aber nicht an den Bürgermeister gesandt. Aus ihm zitierte Jan Voit (FW): "Auf dem Rücken unserer Kinder wird dieser Konflikt verschleppt." Das bezieht sich auch auf das Gespräch, das zwischen Bürgermeister und Pfarrer Kiliroor stattfand. Demnach überlegt die Kirchengemeinde ob sie nicht die Betriebsträgerschaft an die Stadt zurückgibt. "Auch das Haus", ergänzte Norbert Kleinsorge (CSU), der in der Kirchenverwaltung tätig ist, den Bericht Galsters.
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