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Obertrubach
Aufwändige Aktion

Bärnfelser legten ihr "Schloss" wieder frei

An Einsatzwillen fehlte es nicht, als der FSV, Ortsgruppe Bärnfels, Freiwillige bat, bei der Felsfreilegung an der Burgruine mitzuwirken. "Wo immer im Dorf ich anklopfte, ich fand überall große Bereitschaft", sagte Hans Vogler.
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Foto: Franz Galster
Foto: Franz Galster
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Angeregt hatte die Aktion die Vorsitzende des FSV, Christine Berner. An zwei Wochenenden bemühten sich jeweils etwa zehn Männer, den charakteristischen Felsen und die darunter liegenden Mauerteile wieder sichtbar zu machen, was den Anblick aus der Ferne wieder attraktiver macht, aber auch einen bezaubernden Blick von der Ruine auf das Dorf freigibt.

Dazu hatte man auch fachkundige Beratung vom Staatsforst eingeholt. Der Weg hinauf zu der Ruine, das die Bärnfelser gerne ihr "Schloss" nennen, ist allemal romantisch. Die monströsen Felsen und der freie Platz, die für jede Filmszene oder Theaterbühne gut wären, sind beeindruckend, laden zum Verweilen und Träumen. Vor siebzehn Jahren war die letzte Entbuschungsaktion.

Jetzt galt es, viel Kleinzeug zu entfernen. Dies erfordert Geschicklichkeit und Umsicht am teilweise extrem steilen Gelände, wo mit Seilwinde und Sicherungsgurt zu Werke gegangen werden musste.
Möglich war dies nur bei trockenem Wetter, um die nötige Haftung am Hang zu finden. Die Bärnfelser gingen kein Risiko ein, wie auch Stefan Lang bestätigte.

Motorsägen kamen zum Einsatz, aber nur von Männern bedient, die nachweislich einen entsprechenden Lehrgang aufweisen konnten und die nötige Sicherheitskleidung trugen. Die Maßnahme erfolgt im Rahmen eines Förderprogrammes, das die Gemeinde Obertrubach angemeldet hatte. Frauen des Ortes lieferten die Brotzeit.

Die beiden Gastwirtschaften des Ortes wissen ebenfalls um ihr Kleinod. Sie spielten nach getaner Arbeit jedes Mal großzügig Gastgeber. Clemens und Tobias Häfner zusammen mit Bernhard Prütting erklommen den steilen, den Ort dominierenden Felsen, um das Stromkabel neu und besser zu verlegen. Bei Nachbarin Gisela Schultheiß konnte der Strom angeschlossen werden, der das auf dem Felsen hoch aufragende Kreuz vom 1. Advent bis Lichtmess weithin sichtbar beleuchten wird. "Das ist uns die Arbeit wert", meinte am Schluss Stefan Lang mit Blick auf den Aussichtspunkt und Hans Vogler stellte zufrieden fest "Alles gut gegangen".

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