Forchheim
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Anleger in Goldgräberstimmung

Die Volksbank Forchheim präsentiert die größte Goldmünze der Welt. Und gibt Tipps zum Sparen.
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31,1 Kilo wiegt die größte Goldmünze der Welt, die Alexander Brehm und Gregor Scheller (von links) in der Volksbank präsentierten.  Foto: Josef Hofbauer
31,1 Kilo wiegt die größte Goldmünze der Welt, die Alexander Brehm und Gregor Scheller (von links) in der Volksbank präsentierten. Foto: Josef Hofbauer
Nicht nur bei olympischen Spielen steht das Gold hoch im Kurs. Als Zahlungsmittel hat das sagenumwobene Edelmetall zwar ausgedient, aber in Zeiten niedrigster Zinsen erlebt das glänzende Metall, um das sich zahlreiche Mythen ranken, bei Anlegern einen neuen Boom.
"Es muss da sein und es muss echt sein", nannte Johann Gess (50), Mitglied der Geschäftsführung des Münchner Edelmetallhändlers "pro Aurum" den Vorteil des Goldes. Gess war nach Forchheim gekommen, um die Faszination Gold zum Greifen nah zu präsentieren.
Gezeigt wurde die größte Goldmünze der Welt, der so genannte "Big Phil". Diese von der Münze Österreich AG, einer Tochtergesellschaft der Österreichischen Nationalbank an gefertigte Sonderprägung aus reinem Gold wiegt satte 31,103 Kilo. Der Wert: 1,3 Millionen Euro. Da taten sich die Geschäftsführer der Volksbank, in deren Räumen dieser Schatz gezeigt wurde schwer, die Riesen-Münze in die Hand zu nehmen.
Von dieser größten Goldmünze der Welt, die einen Durchmesser von 37 Zentimetern hat, gibt es nur 15 Exemplare auf der ganzen Welt. Die Volksbank Forchheim wirbt damit für ihren Gold-Sparplan, den das Institut seit zwei Wochen anbietet und der nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Gregor Scheller sehr gut an genommen werde.
Die Volksbank Forchheim, so Johann Gess, sei eines der wenigen Institute, in denen das goldene Prachtstück gezeigt werde. Nur etwa 30 Bankhäuser in Deutschland stellten sich dieser Herausforderung. Das seien jene Institute, die ihren Kunden Gold zum Kauf anbieten. Da heutzutage extrem gut gemachte Fälschungen im Umlauf seien, böten Banken die größtmögliche Sicherheit.
Der Gold-Sparplan sieht vor, dass der Kunde monatlich einen festen Betrag anspart und beim Erreichen einer bestimmten Summe eine Goldmünze kauft. "Das Edelmetall hat In- und Deflationen überlebt und auch in Kriegszeiten seine Kaufkraft nicht verloren", erklärt Vorstandsmitglied Joachim Hausner.
Das bedeute aber nicht, dass alle Kunden ihr Geld in Gold anlegen sollen. Zwischen fünf und zehn Prozent des Vermögens so zu sichern sei sinnvoll, findet Gregor Scheller, der darauf hinweist, dass Gold als langfristige Kapitalanlage, wie etwa eine Immobilie zu betrachten sei.
Und warum nicht gleich in Goldminen investieren? "Da haben Sie noch Gesellschaften mit dran hängen, so dass hier enorme Schwankungen auftreten", erklärt Gregor Scheller. Er hält auch nichts von einer "Holz-Rente", die mit Slogans wie "Die Rendite wächst mit den Bäumen" beworben wird. "Das kann gut gehen, muss aber nicht", findet Scheller, der darauf verweist, dass diese Investitionen auf anderen Kontinenten getätigt werden. "Und es gibt stets einen Verlierer", warnen Matthias Koch und Matthias Kraft, Geschäftsführer der Waldbauernvereinigungen Kreuzberg und Fränkische Schweiz, die lieber auf konventionelle Anlageformen setzen.
Das unterstreichen die Geschäftsführer der Volksbank, die zu einem Anlage-Mix raten. "Wer streut, rutscht nicht aus", lacht Johann Gess.


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