Forchheim
Verkehrschaos

Alle Züge standen in Forchheim still

Ein Kabelschaden und Stellwerkausfall behinderten am Montag den Zugverkehr zwischen Nürnberg und Bamberg. Pendler mussten in Forchheim warten und auf Busse umsteigen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Züge standen am Montag im Bahnhof Forchheim und durften nicht abfahren. Fotos: Josef Hofbauer
Die Züge standen am Montag im Bahnhof Forchheim und durften nicht abfahren. Fotos: Josef Hofbauer
+1 Bild
Chaos am Forchheimer Bahnhof. Passagiere stehen in Grüppchen beisammen, tippen verzweifelt in ihre Smartphones. Ein junger Mann stürzt im Laufschritt die Treppe hinunter und eilt die andere Treppe wieder hoch, in der Hoffnung doch noch einen Anschluss zu bekommen.

Vor dem Bahnhof scharen sich die Fahrgäste. Eine Lautsprecherdurchsage hat ihnen offenbart, dass die Bahn einen Schienen-Ersatzverlehr eingerichtet hatte. Mit anderen Worten: Die Zugfahrer müssen umsteigen auf Busse.


Kabel wurde zerstört


Die Ursache: Ein Kabelschaden zwischen Vach und Fürth sowie ein Stellwerkausfall in Erlangen. Sie haben im morgendlichen Berufsverkehr zu erheblichen Beeinträchtigungen auf der gesamten Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg geführt. Über mehrere Stunden hinweg war nur ein stark eingeschränkter Zugverkehr möglich, zwischen Forchheim und Fürth fuhren zusätzlich Busse.

Entstanden war der Kabelschaden zwischen Vach und Fürth in der vergangenen Nacht. Bei der Fahrt eines Schienenschleifzuges, der auf der Strecke für planmäßige Instandhaltungsarbeiten unterwegs war, wurden fünf Kabel mit insgesamt 140 Adern beschädigt. Techniker wurden eilends herbeigerufen, um die Schäden schnellstmöglich zu reparieren.


Stellwerk fiel komplett aus


Gegen 7.15 Uhr fiel auf der Strecke zudem das Stellwerk in Erlangen aus. Mit dem Ergebnis, dass zwischenzeitlich überhaupt kein Zugverkehr auf der Stecke zwischen Fürth und Forchheim mehr möglich war. Deshalb setzte die Bahn für Reisende des Regionalverkehrs und der S-Bahn Nürnberg Busse ein. Für andere Fahrgäste bestand die Möglichkeit, die beeinträchtigte Strecke über Würzburg zu umfahren.

Der Fernverkehr wurde größtenteils über Würzburg umgeleitet. Die Ursache des Stellwerkausfalls war bis Redaktionsschluss noch nicht ganz klar. Auch hier waren Techniker vor Ort, um den Schaden zu beheben.
Gegen Mittag ließ die Bahn verlauten, sie sei "momentan dabei, den Regionalzugverkehr auf der Strecke wieder zu verstärken". Auch die ersten Fernverkehrszüge konnten wieder über den Regelweg zwischen Nürnberg und Bamberg fahren. Die S-Bahnen dagegen wendeten weiterhin in Forchheim und Fürth. Der Schienenersatzverkehr mit Bussen blieb den ganzen Tag über eingerichtet.

Damit aber nicht genug: Wegen einer technischen Störung an dem Stellwerk in Erlangen kam es am Montagabend auf dem Streckenabschnitt zwischen Nürnberg und Bamberg erneut zu Beeinträchtigungen und Verzögerungen von bis zu 30 Minuten.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren