Forchheim
Tierleben

Adebar nistet auf dem Horst der Berufsschule Forchheim

Nach zwei Jahren Pause kehrt auf der Berufsschule Forchheim wieder Leben ein. Das traurige Schicksal von Storch Dennis ist nicht vergessen.
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Der Horst auf der Berufsschule Fotos: Petra Baltrusch
Der Horst auf der Berufsschule Fotos: Petra Baltrusch
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Nach den dramatischen Ereignissen des Jahres 2011, als Storch Dennis traurig auf der Mülldeponie Gosberg umherstakste, nachdem ihm ein fremder Storch sein Weibchen ausgespannt hatte, blieb der Horst auf dem Kamin des Berufsschulzentrums Forchheim verwaist. "Ich dachte schon, die Störche seien mit mir in Rente gegangen", scherzt Wolfgang Müller-Britting, der das Storchenprojekt seit 2003 betreut hatte. Jetzt gibt es Hoffnung auf eine neue Storchenbrut. Seit Montag kreisen täglich, vorzugsweise in den frühen Morgenstunden zwei Störche um den Horst in der Fritz-Hoffmann-Straße.


MIt Nistmaterial


Entdeckt hat sie Hundefreundin Jutta Bielka, die mit ihrem Vierbeiner jeden Tag spazieren geht und seit Jahren ein wachsames Auge auf die Störche hat. Auch Schulleiterin Elisabeth Bräunig hat die beiden langschnäbeligen Schreitvögel heuer schon im Anflug auf den Horst beobachtet. Mit Nistmaterial im Schnabel. Das hat Verwaltungsangestellte Petra Baltrusch sogar in Bildern festgehalten.

"Die sind fleißig am Nestbauen", befindet Wolfgang Müller-Britting. Auch "geheiratet" haben sie schon. Damit umschreibt der Storchenvater, dass zwischen den beiden Störchen bereits Kopulierungsversuche statt gefunden haben. Beobachtet von der Kamera, die alles festhält, was im und rund um das Nest geschieht.


Kamera wurde generalüberholt


Sie wurde generalüberholt, denn Vorgänger hatten es geschafft, die Ummantelung der Leitung zu öffnen, so dass es zu Störungen kam. Momentan ist die Kamera noch nicht freigeschaltet. Nur die Betreuer des Projektes, Udo Braml und Jürgen Tätzsch, haben Zugriff auf die aktuellen Videoaufnahmen. Ob die Kamera wieder ans Netz geht, ist noch unklar: Denn im Schicksalsjahr 2011 rührte die Geschichte des verlassenen Storchen Dennis Tierfreunde auf der ganzen Welt. "Wir bekamen E-Mails aus Japan, Indonesien und China. "Der Server ist zusammengebrochen", erinnert sich Schulleiterin Elisabeth Bräunig.

Sie geht, wie Wolfgang Müller-Brütting, von einem großen Interesse der Öffentlichkeit aus. "Wir wissen noch gar nicht, welche Störche das sind, die jetzt auf dem Berufsschul-Horst brüten wollen. Die Ringe konnten nämlich noch nicht abgelesen werden", erklärt Müller-Britting. Vielleicht ist ja einer aus der Dennis-Brut 2011 dabei. Diese fünf Eier wurden aus dem Gelege entnommen und im Tiergarten Nürnberg künstlich ausgebrütet.

Alle fünf Jungstörche sind im folgenden Winter nach Süden gezogen. Möglicherweise waren es diese Tiere, die letztes Jahr um den Horst in der Fritz-Hofmann-Straße vagabundierten, sich aber zu keiner Brut entschließen konnten.

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