Hetzelsdorf
Asylprojekt

Äthiopier helfen in Hetzelsdorf

Ein besonderes Projekt konnte mit Hilfe von sechs Asylbewerbern in Hetzelsdorf umgesetzt werden: der Gewölbekeller des Pfarrhauses wurde restauriert.
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Foto: Barbara Herbst
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Ein besonderes Projekt konnte mit Hilfe von sechs Asylbewerbern in Hetzelsdorf umgesetzt werden: der Gewölbekeller des Pfarrhauses wurde restauriert.

Dahinter steckten Helmuth Feser und seine Frau Anneliese Gebhardt. Gebhardt hatte mitbekommen, dass der alte Gewölbekeller neben dem Pfarrhaus mit Beton aufgefüllt werden sollte, da der Architekt keine Firma für die Sanierung finden konnte.

Feser, der bis 2006 als selbstständiger Denkmalpfleger gearbeitet hatte, wollte dies verhindern. Parallel dazu hatte das Paar in der Zeitung gelesen, dass das Landratsamt gemeinnützige Arbeiten für Asylbewerber suchte. Da Feser selbst als junger Mann in Äthopien war und im vergangen Sommer Kontakt zu mehreren äthiopischen Asylbewerbern in Forchheim geknüpft hatte, entstand gemeinsam mit Pfarrer Matthias Haag die Idee, den Keller zu erhalten und gleichzeitig die Asylbewerber mit einzubeziehen.


Die Äthiopier kamen nach Hetzelsdorf, restaurierten den Gewölbekeller und arbeiteten beim Umbau des Pfarrgartens mit. Entlohnt wurden sie dafür als Ein-Euro-Jobber vom Landratsamt. "Wir müssen eine Aufenthaltserlaubnis haben, bevor wir richtig arbeiten dürfen", erklärt Michael, einer der Asylbewerber. Er bilanziert: "Es hat Spaß gemacht. So mussten wir nicht rumsitzen und Däumchen drehen."

"Ich bin der Meinung, dass es bei uns in der Gemeinde schon Arbeit gäbe, die auch von den Asylbewerbern gemacht werden könnte", findet Georg Nützel (WTH), Vertreter des Marktgemeinderats. "Genau habe ich noch nichts im Kopf, aber wir werden darüber sprechen."


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