Forchheim
Schulbeginn

70 aufgeregte Erstklässler starten an der Martinschule in Forchheim ins Schulleben

Für 70 Jungen und Mädchen beginnt nun an der Martinschule in Forchheim die Zeit des Lernens. Begrüßt wurden sie von Schulleiterin Kerstin Friedrich und den Zweitklässlern.
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Neben den Eltern waren auch Verwandte und Geschwister bei der Ansprache der Schulleiterin Kerstin Friedrich anwesend. Foto: Julia Heimberger
Neben den Eltern waren auch Verwandte und Geschwister bei der Ansprache der Schulleiterin Kerstin Friedrich anwesend. Foto: Julia Heimberger
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Von Julia Heimberger

Mit einem fröhlichen Lied heißen die Zweit- und Drittklässler ihre neuen Mitschüler im Pausenhof der Martinschule in Forchheim willkommen. Eine große Menschentraube aus Eltern, Großeltern, Verwandten, Geschwistern und natürlich den aufgeregten Erstklässlern lauschen der Ansprache der Schulrektorin Kerstin Friedrich, die seit neun Jahren die flexible Grundschule leitet. Das bedeutet, dass die Jahrgangsstufen Eins und Zwei sowie Drei und Vier gemischt unterrichtet werden. Die Erstklässer heißen ab sofort "Bären" und werden von den "Tigern" aus der zweiten Klasse angeleitet und unterstützt.

Kerstin Friedrich findet, dass diese Flexibilität die Schüler besser und umfangreicher fördere. Außerdem könnten langsamere Schüler aus dem zweiten Jahrgang nochmals die Inhalt des ersten Jahres mitmachen, während die Jüngeren von den Älteren lernen könnten.An der Martinschule in Forchheim beginnt diese Jahr für 70 Erstklässer der Ernst des Schullebens.

Cinar Faruk, sechs Jahre alt

Recht schüchtern antwortet Cinar, der von allen nur Can gerufen wird. Er freut sich schon auf die Schule, dass er lesen und schreiben lernen kann. Er möchte eines Tages Pilot werden und dafür müsse er viel lernen. Außerdem freut er sich darauf, in der Pause mit seiner Freundin im Hof zu spielen. Was genau in seiner Schultüte mit dem großen Dinosaurier drin ist, weiß er nicht, aber er vermutet viele Süßigkeiten. Stolz erklärt er: "Die haben Mama und ich zusammen gebastelt!" Sein Papa ist auch ganz aufgeregt, den er selbst ging als Kind auch an die Martinschule.

Yeldez Barivan, sechs Jahre alt

Furchtlos hält Yeldez ihre Schultüte mit Elsa und Anna aus dem Disneyfilm Eiskönigin in der Hand. Der Inhalt ihrer Schultüte ist auch für sie bis zum Mittag noch ein Geheimnis. Sie freut sich bereits sehr auf die Schule, da sie jetzt endlich Mathe lernen könne. Ihr Mutter erklärt, das ihre Tochter Zahlen liebe und schon rechnen kann. Angst vor der Schule hat sie keine, denn die syrische Familie lebt schon seit drei Jahren in Deutschland. Ihre Eltern sind ganz begeistert, dass ihre Tochter jetzt in die Schule kommt: "Das ist ein schönes Gefühl, sie lernt etwas und wir können sie dabei unterstützen."

Jakob Kaufmann, sechs Jahre alt

Jakob ist ein Medienprofi, immerhin war er schon beim Fränkischen Schweiz Marathon in der Tageszeitung. Professionell gibt er sein Interview: "Ich freue mich, dass ich endlich lesen lerne, dann muss Papa mir abends nichts mehr vorlesen, sondern ich kann dann selber meine Geschichten lesen." Seine Schultüte ist ziemlich schwer und aus Stoff. Diese hat ihm seine Patin genäht und mit Planeten und Raumschiffen verziert. Was genau drin ist, wird erst nach der Schule gelüftet. Er geht auf die Martinschule, da diese eine Mittagsbetreuung und einen Hort anbietet.

Jule & Lara Tänzler, sechs Jahre alt

Die beiden Zwillinge Jule und Lara sind schon ganz aufgeregt. Was wohl in ihren großen Schultüten versteckt ist? Aber auch sie müssen sich bis Mittags gedulden. Ihre Tüten hat ihnen ihre Mutter gebastelt und dabei die Vorlieben der Mädchen berücksichtigt: Herzen versus Einhörner. Was sie genau in der Schule erwartet, wissen die beiden noch nicht, aber "die Schule wird cool". Ihre Mutter freut sich, dass nun eine neuer Lebensabschnitt beginnt. Sie ist aber auch ein bisschen traurig, denn "wenn die beiden wieder aus der Schule kommen, dann sind sie erwachsen."



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