LKR Forchheim
Klimaschutz

Selbstversuch Autofasten: Verkehr sorgt für 30 Prozent der Treibhausgase im Kreis Forchheim

Während Industrie, Gewerbe und Handel ihren CO2-Ausstoß im Landkreis deutlich reduzieren konnten stiegen im Bereich Verkehr die Treibhausgase.
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Foto: Jan Woitas/dpa
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Seit Aschermittwoch faste ich das Autofahren. Zum Auftakt meines Autofastens will ich klären, ob ein privater Pkw-Verzicht tatsächlich einen sinnvollen Beitrag fürs Klima leistet. Aus der Energiebilanz des Landkreises Forchheim, die vergangenes Jahr fortgeschrieben wurde, geht hervor: Der Verkehr macht rund 30 Prozent der gesamten klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen in der Region aus.

Thema Autofasten: Mehr Einwohner, mehr Pendler

Während Industrie, Gewerbe und Handel ihren Ausstoß von 1990 bis 2015 im Landkreis deutlich reduzieren konnten (-36,3 Prozent), stiegen im Bereich Verkehr die Treibhausgase um 7,7 Prozent. "Das hat einerseits damit zu tun, dass wir mehr Einwohner im Landkreis haben, aber auch mit dem Fortbewegungsverhalten in der Gesellschaft", erläutert Klimaschutzmanager Dominik Bigge.

Zum Beispiel habe der Pendlerverkehr zugenommen; zudem würden mehr und größere Autos als früher zugelassen werden. Im Landkreis stößt der Verkehr statistisch rund 220 000 Tonnen Treibhausgase im Jahr aus. Der öffentliche Personennahverkehr macht davon gerade einmal vier Prozent aus.

"Es wird deutlich, der Verkehr hat eine hohen Anteil am CO2-Ausstoß. Einsparungen sind in diesem Bereich kaum gelungen", meint Dominik Bigge. Der Klimaschutzmanager sieht vor allem beim Thema Mobilität noch Potenzial, den CO2-Ausstoß im Kreis Forchheim zukünftig zu reduzieren.

Hierbei könne jeder Autobesitzer mithelfen, wenn er im Alltag bewusst so oft wie möglich auf sein Kraftfahrzeug verzichtet und andere Wege geht. "Ich weiß selbst, dass man heutzutage leider auch mal mit dem Auto zum Bäcker oder Metzger um die Ecke fährt", meint Bigge und appelliert, stattdessen öfter einmal das Fahrzeug stehen zu lassen.

"CO2-Fasten" kann jeder

Das ist aber nur eine Möglichkeit, wie man sich auch privat am Klimaschutz beteiligen kann. Auch die Europäische Metropolregion Nürnberg hat während der Fastenzeit dazu aufgerufen, sich mit verschiedenen Herausforderungen am "CO2-Fasten" zu beteiligen: Entweder durch Verzicht aufs Auto, ressourcenfreundliche Ernährung oder plastikfreies Einkaufen. Weitere Infos und wie man bei der CO2-Challenge mitmachen kann, finden Sie online auf www.co2fasten.wordpress.com. "Auch die kleinen Beiträge sind wichtig", betont der Klimaschutzmanager.

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