Langensendelbach
Konzert

50 Jahre Musikverein Langensendelbach/Marloffstein: Egerländer Musikanten entfesseln ihr Publikum

Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens engagierte der Musikverein Langensendelbach/Marloffstein die Original Egerländer Musikanten.
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Foto: Karl-Heinz Wirth
Foto: Karl-Heinz Wirth
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Das erfolgreichste Blasorchester der Welt gastierte beim Musikverein in Langensendelbach. Ernst Hutter und seine Egerländer Musikanten gaben am Samstagabend im voll besetzten Festzelt Langensendelbach ein grandioses Konzert und gratulierten den Vereinsmitgliedern zum 50-jährigen Bestehen.

Um zu zeigen, dass die Kapelle etwas Besonderes ist, trägt sie das Prädikat "Das Original". Als die 19 Musiker, allesamt erfolgreiche Profis, zu spielen beginnen, gibt es nur eins: Böhmische Blasmusik in Spitzenqualität.

Die Liebhaber der Volks- und Blasmusik, Jung und Alt, waren im Festzelt restlos begeistert. Unter der schwungvollen Leitung ihres Chefs und Solisten Ernst Hutter liefen die Musiker zur Höchstform auf, die eine abwechslungsreiche Mischung aus alten Titeln, die zu Hits wurden, und neueren Kompositionen spielten, die allesamt hohe Anforderungen an die Bläser stellen.

Wie frisch die alten Stücke klingen können, zeigten die Egerländer mit "Drei weiße Birken" und "Grüß mir mein Heimatland", mit denen sie ihr musikalisches Feuerwerk eröffneten. Schon vom ersten Takt an animierten bekannte Melodien wie der "Egerländer Musikanten Marsch" oder "An der Eger" das begeisterte Publikum zum Mitklatschen. Ernst Hutter stand mit seinem Tenorhorn vor seinem Orchester und spielte das ganze Konzert über auswendig mit Bassflügel, Posaune und Tenorhorn.

Unterhaltsame Plauderei

Moderator Edi Graf unterhielt mit Geschichten und Anekdoten zwischen den Musikblöcken und führte professionell und unterhaltsam durch den Abend. Das Gesangsduo Katharina Praher und Nick Loris fügten ihren weichen Gesang gefühlvoll dem Blasmusiksound der Egerländer hinzu. Sie wurden für Titel wie "Erinnerungen an Zuhause" oder "Das Feuer brennt weiter" gefeiert.

Egerländer Musik in der Tradition von Ernst Mosch verbindet und dazu gehören auch die weißen Wadenwärmer, der Musikanten. Die Stücke "Egerland - Heimatland" oder "Böhmischer" sorgten für Gänsehautfeeling und der warme Klang der Blasmusik streichelte die Seele. Die Egerländer Musikanten beeindruckten mit technisch brilliantem Spiel, einem feinen, weichen Klang der Blechbläser und dem virtuosen Spiel der Klarinettisten.

Treffsicher setzten die Bläser jeden noch so hohen Ton. Professionelle Intonation und ausdruckvolles Zusammenspiel setzten Maßstäbe.

Bei einem Solistenfeuerwerk präsentierten die Profimusiker ihr außerordentliches Können in ganz anderem Rhythmus und mit modernem swingendem Sound. Ernst Hutter imponierte dabei solistisch und mit singendem Ton an der Posaune und am Tenorhorn mit einer rasanten Tarantella.

Das Konzert war schlichtweg ein Erlebnis. Auch deswegen, weil Ernst Hutter und das erfolgreichste Blasorchester der Welt nicht bei Klassikern von Ernst Mosch verharrten, sondern durch eigene Kompositionen wie "Omama und Opapa" oder "Erinnerungen an Zuhaus" auffrischten ohne dabei musikalischen Stilbruch zu begehen.

Das Publikum dankte den Künstlern für einen gelungenen Konzertabend mit minutenlangen Ovationen. Die Zuhörer hatten aber immer noch nicht genug von der Musik der Egerländer Musikanten. Für langanhaltenden Beifall gab es fünf Zugaben. "Dass wir hier in Langensendelbach so herzlich aufgenommen wurden und so viele begeisterte Musiker im Publikum sitzen, hat uns Musiker ungemein angestachelt", betonte Hutter. "Wir sind dankbar und stolz, dass wir es geschafft haben, das musikalische Feuer, das Ernst Mosch vor über 60 Jahren entfacht hat am Leben zu erhalten. Der Bitte von Bürgermeister Oswald Siebenhaar, sich ins "Goldene Buch" der Gemeinde einzutragen, kam Ernst Hutter gerne nach.



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