Laden...
Ebermannstadt
Jubiläum

40 Jahre Rotary-Club Forchheim: Toleranz ist oberstes Gebot

Der Rotary-Club Forchheim feierte auf Burg Feuerstein sein 40-jähriges Bestehen. Gleichzeitig fand ein Internationales Jugendtreffen statt.
Artikel drucken Artikel einbetten
T-Shirts aus ihrem Workshop stellten die Austauschschüler aus. Foto: Cornelia Schmitt
T-Shirts aus ihrem Workshop stellten die Austauschschüler aus. Foto: Cornelia Schmitt
+1 Bild
"Handeln statt reden" - so könnte man die Philosophie des Rotary-Clubs kurz beschreiben. "Helfen statt resignieren" - so müsste man den Elan der Rotarier loben, deren Ortsgruppe Forchheim ihr 40 jähriges Charter-Bestehen auf Burg Feuerstein feierte.

Wer seinen Einsatz, seine eigene Persönlichkeit nicht prahlerisch in Szene setzt, gibt Freiraum für die Gerüchteküche preis: kein cooles Image. Rotary haftet der Ruf eines elitären Altherrenvereins an. Aber was ist Rotary tatsächlich?


Weltoffene Einstellung

Rotary International ist eine weltweite Vereinigung berufstätiger Männer und Frauen. Von seinen Mitgliedern werden herausragende berufliche Leistungen, persönliche Integrität, eine weltoffene Einstellung sowie die Bereitschaft zu gemeinnützigem Engagement erwartet. Toleranz gegenüber allen Völkern, Religionen, Lebensweisen und demokratischen Parteien ist für Rotarier oberstes Gebot.

Seit der Gründung des ersten Clubs durch vier Freunde vor mehr als 100 Jahren in Chicago hat sich Rotary zu einem weltumspannenden Netzwerk entwickelt. Gemeinsame Vision: denen zur Seite stehen, die sich nicht selbst helfen können - im lokalen Umfeld der eigenen Gemeinde und in internationalen humanitären Hilfsprojekten.

Das 40. Charterjubiläum Rotary-Club Forchheim (charter = engl. für: Urkunde, Freibrief) bezieht sich auf die Übergabe der Charterurkunde, also der Urkunde, die die Aufnahme bei Rotary International bestätigt. Der RC Forchheim wurde am 7. Dezember 1976 gegründet. Die Charterfeier fand am 4. Juni 1977 statt.
Vor 40 Jahren erhielt der Gründungspräsident des RC Forchheim, Karlheinz Ritter und Edler v. Traitteur, die Charterurkunde überreicht.


Reden und Gespräche

Die gehaltvollen Reden, die Gespräche mit den anwesenden Jugendlichen, die am selben Tag ihr 39. Internationales Jugendtreffen auf Burg Feuerstein feierten, kann man mit ein paar Streiflichtern beleuchten: Zunächst begrüßt Ulrich von Hintzenstern, Präsident des Rotary-Clubs Forchheim, Freunde, Gäste und Teilnehmer des Jugendtreffens: Jörg Schwalm aus Rovereto, ein Urgestein des Clubs , Dieter Pfisterer aus Nabburg, der als langjähriger Distrikts-Jugendwart das Feuerstein-Camp betreut hat, Astrid Schüttinger, die Präsidentin des Rotaract-Clubs Erlangen und andere.

Nach Worten von Daniela Singer als Vertreterin des Distrikts und danach Geert Müller-Seubert vom RC Bamberg hielt Hans-Peter Kaulen, der Hausherr von Burg Feuerstein, eine kurze Andacht. Beim gemeinsamen Abendessen erzählten junge Frauen vom Rotary-Club Erlangen, dass sie vor Lebensmittel-Geschäften Kunden baten, einen Artikel mehr zu kaufen als sie benötigen. Als die Käufer erfuhren, dass der "Überschuss" an die Tafel oder auch an Kinderhorte mit bedürftigen Kindern ginge, wurden sie von der Hilfsbereitschaft der Kunden überrascht.
Ein "Dessert" der besonderen Art war der Pfauentanz einer philippinischen Austauschschülerin, gefolgt von brasilianischen und mexikanischen Folkloretänzen und einer sehr lauten Darbietung junger Irländer - ihr Beitrag zum "Doppelfest" 40 Jahre RC Forchheim und 39 Jahre Jugendtreff.


"Studie" über Freundschaft

Ulrich von Hintzenstern beeindruckte mit einer philosophischen Studie über "Freundschaft". Er sagte: "Der Kern der Freundschaft liegt in einem Sich-Gegenüber-Treten auf vollkommen gleicher Augenhöhe. Freundschaft kennt keine Treuegarantie. Sie bezieht ihre gesamte Energie allein aus dem Gefühl und Willen deren, die sich gegenseitig Freunde sind. " Freundschaft drückten auch die bunten Jacken der Austauschschüler aus, welche ein Jahr in Rotary-Familien wohnen und hier zur Schule gehen dürfen. Sie tauschen und sammeln Freundschaftszeichen jeglicher Art, um sie an ihre Sakkos und Blazer zu nähen.

Dass sich in den letzten 40 Jahren eine Menge geändert hat, schmunzelt Ulrich von Hintzenstern, sehe man allein schon am banalen Vergleich der Garderobe: Auf den Bildern der Feier im Jahr 1977 erkennt man den Smoking als selbstverständliches Kleidungsstück, der heute als Charter-Garderobe nicht mehr so in Mode ist. Der Präsident des Rotary-Clubs Forchheim hat auch eine Festschrift verfasst.

Den Abschluss dieses gelungenen Festes bildete ein grandioses Feuerwerk, abgestimmt auf die Musik "Der Gladiator". Zur Finanzierung dieses Spektakels konnte Siegfried Weiß seine Gründungsmitglieder-Freunde motivieren.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren