Ebermannstadt
Zeugnisse

24 Abiturienten mit eins vor dem Komma

Alle 107 Abiturienten des Gymnasiums Fränkische Schweiz haben die Hochschulreife erreicht. Dazu gab es reichlich lobende Worte und viele gute Wünsche.
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Mit Spannung warteten die Abiturienten auf die Zeugnisvergabe. Fotos: Carmen Schwind
Mit Spannung warteten die Abiturienten auf die Zeugnisvergabe. Fotos: Carmen Schwind
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107 Abiturienten am Gymnasium Fränkische Schweiz (GFS) in Ebermannstadt haben alle ihr Abitur bestanden. 24 sogar mit einer Eins vor dem Komma. Schulleiter Siegfried Reck zeigte sich bei seiner ersten Abiturfeier als Schulleiter etwas angespannt, aber er war sehr stolz auf "seine" Abiturienten.

"Eigentlich wollte ich eine neue Tradition beginnen und eine hölzerne Fliege tragen, in die ich dann jedes Jahr das Datum der Abschlussfeier eingravieren lasse. Aber die sah nicht gut aus", verriet der Schulleiter, der sich für eine gepunktete Krawatte entschieden hatte. Sein Vorgänger, Erhard Herrmann, war ebenfalls gekommen. Er erzählte, dass er mit dem Ruhestand sehr gut klarkomme.

Doch der Schultakt stecke noch in ihm: Zur ersten Pause stehe er auf und sonntags freue er sich, weil er die Schulwoche nicht planen müsse.

Doch im Mittelpunkt standen die 107 glamourös gekleideten jungen Damen und Herren, die das Abitur bestanden hatten. "Es ist wirklich schön, zu sehen, wie fein sie sich gemacht haben", schwärmte Oberstufen-Koordinatorin Steffi Nickolai.

Gute Wünsche für das Leben

Beeindruckende Musik erklang und die Abiturienten zogen unter Applaus in die Stadthalle ein. Michael Schneider führte durch das Programm und erinnerte die jungen Menschen daran, dass sie das wichtigste Gut mitbekommen hätten, eine ausgezeichnete Bildung. Landrat Hermann Ulm (CSU) beglückwünschte die jungen Leute zum bestandenen Abitur und riet ihnen: "Tun Sie das, was Sie für richtig halten. Es ist ja Ihr Leben." Da sie durch den Umbau der Schule auch Baulärm ertragen hatten und mit technischem Know-How ausgestattet wurden, seien sie bestens auf das Leben vorbereitet.

Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) gab den jungen Leuten drei Wünsche mit auf den Weg: Mut das "vielleicht" bei Entscheidungen zu überwinden und sich Fehler zu erlauben. Denn nur wenn etwas schief gehe, könne man sich weiter entwickeln. Dann wünschte sie, dass die jungen Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen, ohne sich ständig mit anderen zu vergleichen und ihre eigenen Talente nutzen. Schließlich wünschte sie der jungen Generation Mut und Kraft, um in der Gesellschaft einen Wandel zum Positiven anzustoßen.

"Sie haben es geschafft", betonte MdL Michael Hofmann (CSU). Er meinte damit die Abiturienten, aber auch ihre Eltern. Hofmann gab zu bedenken, dass nicht Geld das Wichtigste im Leben sei. "Es ist erfüllend, wenn man früh aufsteht und mit Freude auf das schaut, was einem der Tag bringt", meinte der Parlamentarier und wünschte den jungen Menschen, dass sie ihr Selbstbewusstsein behalten mögen: "Denn Sie werden Menschen treffen, die Ihnen die Welt erklären wollen. Aber die kochen auch nur mit Wasser." Hofmann wünschte den Abiturienten Mut und Flexibilität, um auch mal getroffene Entscheidungen zu ändern. Er ermutigte: "Wir können nicht alles im Leben kontrollieren. Für solche Situationen wünschte Hofmann gesundes Gottvertrauen. Schulleiter Siegfried Reck sah die Reifeprüfung als Eintrittskarte für ein weiteres Kapitel im Buch des menschlichen Daseins: "Ausgestattet mit einem scharfen Verstand, mit breitem und komplexem Wissen und nicht zuletzt mit Kompetenzen wie Ausdauer, Präsentationstechniken, Toleranz, bis hin zur Teamfähigkeit stehen Sie nun an einer neuen Startlinie und somit vor einer neuen Aufgabe."

Reck wies die jungen Leute darauf hin, dass sie auf dem Gymnasium die wichtigsten L's kennengelernt hätten: Lernen, Leben, Lieben und Lachen. Er wünschte den Abiturienten, dass sie arbeitslüstern, umtriebig, freizeitscheu und unangenehm vorbildlich bleiben sollten. Zudem wünschte er den scheidenden Schülern Weisheit, um Situationen richtig einschätzen zu können, Gerechtigkeit, um sich für sich und andere einzusetzen, und die Freiheit, das Leben zu genießen.

Als Schulbeste dieses Jahrganges wurden Charlotte Gottschlich (Notendurchschnitt 1,0), Josephine Männlein und Julian Voll (1,1) und Yannick Hecker (1,3) geehrt. Für Jonathan Schulz, Elias Bauernschmitt, Yannick Hecker, Moritz Welt, Franziska Wild, Lisa Eger und die Schüler des Sanitätsdienstes gab es Ehrenpreise, ehe die Zeugnisse verteilt wurden.

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