Ebermannstadt
Anti-Gewalt-Projekt

15 neue "Coolrider"

Wenn zwei sich streiten, greifen die "Coolrider" ein: 15 Schüler der Mittelschule und der Realschule Ebermannstadt wissen nach einem Training, wie man Konflikte löst und Streithähne zur Ruhe bringt.
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Sie wissen mit Konflikten richtig umzugehen und deeskalierend zu wirken - die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule und der Realschule Ebermannstadt, die sich jetzt "Coolrider" nennen dürfen. Foto: privat
Sie wissen mit Konflikten richtig umzugehen und deeskalierend zu wirken - die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule und der Realschule Ebermannstadt, die sich jetzt "Coolrider" nennen dürfen. Foto: privat
Seit Kurzem dürfen sich 15 weitere Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Realschule und der Mittelschule Ebermannstadt "Coolrider" nennen. Bürgermeisterin Christiane Meyer überreichte den Schülern zusammen mit dem stellvertretenden Landrat Otto Siebenhaar im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung die Urkunden und Ausweise.
In ihren Grußworten bedankten sich beide bei den neuen "Coolridern" für ihr ehrenamtliches Engagement in Zeiten, in denen Zivilcourage oft Mut fordere und nicht mehr selbstverständlich sei.
Polizeihauptkommissar Schlemmer erinnerte die Mädchen und Jungen daran, bei allem Idealismus und der Motivation stets die eiserne Grundregel zu beachten, niemals das eigene Leben in Gefahr zu bringen.
Das "Coolrider"-Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Innenminister Joachim Herrmann. Coolrider sind Fahrzeugbegleiter, die hinschauen statt wegschauen: "Sie schreiten ein, wenn Fahrgäste sich in Bus oder Zug falsch verhalten, sie wirken deeskalierend, wenn es zu Auseinandersetzungen kommt, sie treten für Schwächere ein." So erklärte Andrea Leißner von der VAG Nürnberg die Aufgaben der "Coolrider".
Seit mehr als zehn Jahren werden im Gebiet des VGN jährlich Hunderte von Schülern ausgebildet. Ebermannstadt zählt zu den ersten Standorten von "Coolridern" außerhalb von Nürnberg.
Die zwanzigstündige Ausbildung wurde von den zertifizierten Trainern der VAG Nürnberg in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und den Schulen durchgeführt. Die Jugendlichen lernten zunächst wichtige Aspekte aus der Konflikttheorie sowie aus Straf- und Zivilrecht kennen und übten dann in Rollenspielen im Bus, wie sie auf Fehlverhalten und Konflikte reagieren können. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler viel fürs Leben gelernt - und Spaß gemacht hat es auch.



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