LKR Forchheim
Bilanz

120 Euro und ein Punkt in Flensburg

Beim Blitzmarathon waren die Autofahrer vorgewarnt. Die Polizei Ebermannstadt meldet neun, die Kollegen aus Forchheim 15 Beanstandungen. Der Schnellste war mit 106 km/h bei erlaubten 70 auf der B 470 unterwegs.
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Auch außerhalb der Schwerpunktkontrollen nimmt die Polizei Raser ins Visier.  Foto: Josef Hofbauer
Auch außerhalb der Schwerpunktkontrollen nimmt die Polizei Raser ins Visier. Foto: Josef Hofbauer
Mit 106 km/h wurde ein Autofahrer auf der B 470 bei Muggendorf geblitzt. Erlaubt sind an dieser Stelle 70 km/h. "Das sind 120 Euro Geldstrafe und ein Punkt in Flensburg", erklärt Werner Götz von der Polizeiinspektion Ebermannstadt. Der Verkehrssünder war damit Spitzenreiter beim Blitzer-Marathon im gesamten Landkreis.
Mit einem Verwarnungsgeld von 30 Euro kam der "Zweitplatzierte" davon. Der Autofahrer wurde auf der Staatsstraße zwischen Neuses und Forchheim auf Höhe der Abzweigung nach Eggolsheim bei erlaubten 70 km/h mit 95 "Sachen" erwischt. Eine 33-jährige Frau, die in einer Tempo-30-Zone mit 52 km/h geblitzt wurde, stand unter Drogeneinfluss.

Vernünftige Fahrweise attestiert

Sowohl beim Blitzmarathon am 16. April, bei dem die Forchheimer Polizeibeamten an zwölf Stellen die Geschwindigkeit gemessen haben, als auch in der anschließenden Schwerpunktwoche zum Thema Geschwindigkeit stellten Hartmut Demele von der Polizei Forchheim und seine Kollegen überwiegend eine vernünftige Fahrweise der Verkehrsteilnehmer fest. So hielt sich die Zahl der Verkehrssünder in Grenzen. In der Geschwindigkeitswoche gab es nur vier Bußgeldbescheide.
Bei den Ebermannstadter Kollegen, die an ebenfalls zwölf Messstellen 17 Stunden lang Temposünder im Visier hatten, gab es neun Beanstandungen. Gravierende Überschreitungen seien nicht registriert worden, erklärt Werner Götz. Der gröbste Verstoß: In der Tempo-30-Zone in Kirchehrenbach wurde ein Autofahrer nachts mit Tempo 52 erwischt.
Oberfrankenweit wurden bei dem knapp 24-stündigen "Blitzmarathon" gut 600 Temposünder festgestellt. Im Laufe der "Schwerpunktwoche" wurden im ganzen Regierungsbezirk 1835 Verkehrsteilnehmer erwischt, die zu schnell unterwegs waren.
Im Vergleich zur letzten "Schwerpunktwoche" im September 2014, in der die Beamten insgesamt rund 1000 Verstöße feststellten, wurden in diesem Jahr fast doppelt so viele Verkehrsteilnehmer mit überhöhter Geschwindigkeit registriert.

Bewusstsein schaffen

"Uns ging es nicht darum, beim Blitzmarathon möglichst viele Autofahrer zu erwischen", erklärt Hartmut Demele. Viel wichtiger sei gewesen, dass die Aktion Gesprächsthema an Stammtischen, in Sportvereinen und im Freundes- und Bekanntenkreis war. "So gelangt das Thema Schnellfahren in das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer", findet Demele.
Das angestrebte Ziel der Oberfränkischen Polizei, bei der Bevölkerung das Bewusstsein für die Gefahren von überhöhter und nicht angepasster Geschwindigkeit auf den Straßen zu wecken, sei aus Sicht der Beamten gelungen, ist auch Werner Götz überzeugt. Die Polizei hofft, dass das Fahrverhalten der beanstandeten Verkehrsteilnehmer nachhaltig positiv beeinflusst wurde.

Tempo wird weiter überprüft

Eine Entwarnung für Raser gibt es nach Beendigung des Blitzmarathons aber nicht. Sowohl die Forchheimer, als auch die Ebermannstadter Polizeibeamten werden auch außerhalb der Aktion Tempokontrollen im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 "Bayern mobil - sicher ans Ziel" durchführen.
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