Höchstadt

Zwei neue Abteilungen für den Heimatverein

Der Heimat- und Verschönerungsverein startet mächtig durch: Zwei neue Abteilungen und ein neuer Internetauftritt polieren ab sofort das Image des Höchstadter Traditionsvereins auf. Der wurde schließlich bereits 1885 gegründet.
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Um einen Baum, von dem man Gedichte pflücken kann, versammelten sich die Autoren, die im Heimatverein ein Zuhause gefunden haben. Im Bild von links Petra Embacher, Wolfgang Pflügner, Manfred Summa, Roland Förster, Herbert Steingen, Christa Schwägerl, Dieter Gropp und Friedel Auer  Foto: Evi Seeger
Um einen Baum, von dem man Gedichte pflücken kann, versammelten sich die Autoren, die im Heimatverein ein Zuhause gefunden haben. Im Bild von links Petra Embacher, Wolfgang Pflügner, Manfred Summa, Roland Förster, Herbert Steingen, Christa Schwägerl, Dieter Gropp und Friedel Auer Foto: Evi Seeger
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Im Prinzip unterscheiden sich die Ziele des Vereins von damals nicht wesentlich von den heutigen: "Einwirkung auf die Bewohner Höchstadts, ihr Städtchen schöner zu gestalten." Attraktiver und lebendiger wird "das Städtchen" auf jeden Fall durch die vielen Aktivitäten des Heimatvereins. Er widmet sich der Erforschung der Vergangenheit, nimmt sich aber auch um Volksmusik, Volkstanz, Theater, Autoren und anderes mehr an. Eine Vielfalt an Interessengebieten, die wohl kaum ein anderer Verein zu bieten hat.

"Männer und Frauen des Wortes hatten wir allerdings bisher noch nicht", stellte der Vorsitzende Georg Römer bei einer Zusammenkunft im Pfarrheim fest. Dort stellte sich die neue achtköpfige Autorengruppe vor, die ab sofort unter der Flagge des Heimatvereins segelt.
Die Höchstadter Dieter Gropp, Wolfgang Pflügner, Roland Förster, Manfred Summa und Christa Schwägerl hatten zusammen mit dem Schlüsselfelder Friedel Auer, Petra Emberger aus Weißenburg und Herbert Steingen aus Kersbach bislang schon einen literarischen Zirkel gebildet.

"Wir haben Anschluss gesucht und im Heimatverein gefunden", sagte Wolfgang Pflügner. Als Abteilung des Heimatvereins erhoffe sich der Autorenkreis, bekannter zu werden und mehr Menschen zu erreichen. In die Jahreszeit passende Texte über das Fest der Liebe und seine Auswüchse oder über den Christkindlesmarkt waren es vor allem, die die Autoren im Pfarrsaal einer aufmerksamen Hörerschaft vorstellten. Was hätte dazu besser gepasst als die zarten Klänge der "Saiten-Zupfer", einer ebenfalls recht neuen Gruppe unter dem Dach des Heimatvereins. Ihre Instrumente sind die Veeh- oder auch Tischharfe. Als eine Art Stubenmusik passt ihr Klang ganz vorzüglich in die Jahreszeit und in kleinere Runden.

Schon auf der neuen Homepage

Wie alle anderen Abteilungen, beispielsweise der archäologische Kreis, die Theatergruppe, Heimatforschung und Heimatmuseum, Volksmusik und Volkstanzgruppe präsentieren sich die Veeh-Harfengruppe und der Autorenkreis bereits auf der neuen Internetseite des Heimatvereins.

Reinhard Grasse zeichnet dafür verantwortlich. Er stellte die Seiten, die ab sofort aufgerufen werden können, im Pfarrheim vor. Auch das neue Vereinsdomizil, die "Van der Saal-Scheune", die sich der Heimatverein für seine Zwecke zurecht zimmern will, ist dort zu sehen. "Ein großes Vorhaben", dessen ist sich auch der Vorsitzende Römer bewusst.

Unter dem Titel "So a Deader" ist die Homepage auch ein Forum für Reinhard Grasses Theatergruppe, die sich für 2013 das Stück "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint Exupéry vorgenommen hat. "Ich hoffe, dass wir durch die neue Homepage auch jüngere Leute ansprechen können", sagte Grasse. "Leute ansprechen" möchte auch Wolfgang Kinder. "Mit Leuten, die Spaß am Fotografieren haben", möchte Kinder eine Fotogruppe im Heimatverein etablieren. Seine Mailadresse findet sich ebenfalls auf der Homepage des Heimatvereins.

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