Herzogenaurach
Besichtigungstour

Zweckverband Stub plant schon die Haltestellen

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV Stub) hatte am Montagabend zu einem mobilen Dialogforum nach Nürnberg eingeladen.
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Beim mobilen Dialogforum zur Stadt-Umland-Bahn ging es mit einer angemieteten Straßenbahn auf Besichtigungstour durch das Nürnberger Stadtgebiet. Begleitet wurde die Fahrt von zwei Vertretern der VAG, den drei Stadtoberhäuptern aus Erlangen, Herzogenaurach und Nürnberg sowie den beiden Leitern des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn (von links nach rechts vor der Straßenbahn).     Foto: Grischa Jäger
Beim mobilen Dialogforum zur Stadt-Umland-Bahn ging es mit einer angemieteten Straßenbahn auf Besichtigungstour durch das Nürnberger Stadtgebiet. Begleitet wurde die Fahrt von zwei Vertretern der VAG, den drei Stadtoberhäuptern aus Erlangen, Herzogenaurach und Nürnberg sowie den beiden Leitern des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn (von links nach rechts vor der Straßenbahn). Foto: Grischa Jäger

Die rund 70 Teilnehmenden fuhren mit einer angemieteten Straßenbahn durchs Stadtgebiet und besichtigten gemeinsam mit Vertretern der VAG unterschiedliche Haltestellenanlagen, heißt es in einem Pressebericht des Zweckverbands.

Während das Raumordnungsverfahren noch läuft, läutet der Zweckverband bereits die nächste Dialogphase zur Planung der Stub ein. "Nach der landesplanerischen Beurteilung, also dem Abschluss des Raumordnungsverfahrens, wollen wir mit den Erkenntnissen hieraus Anfang 2020 in die detailliertere Planung einsteigen. Dann geht es unter anderem um die konkrete Gleisführung und die genaue Lage sowie Gestaltung der Straßenbahnhaltestellen. Aus diesem Grund wollen wir bereits heute gemeinsam die verschiedenen Arten von Haltestellen näher kennenlernen und mehr insbesondere zum Thema Barrierefreiheit erfahren", erläuterte German Hacker, Verbandsvorsitzender des Zweckverbands und Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach, zu Beginn des mobilen Dialogforums.

Abstellplätze für Fahrräder

Startpunkt für die Besichtigungstour war die Haltestelle "Am Wegfeld", die nördlichste Haltestelle des Nürnberger Straßenbahnnetzes und der Anknüpfungspunkt für die Stadt-Umland-Bahn in Richtung Erlangen. John Borchers, Leiter des Geschäftsbereichs Planung, und Konrad Schmidt, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrweg, von der VAG informierten die Teilnehmenden zunächst über die Konzeption der Haltestelle "Am Wegfeld". Durch die Verknüpfung von Bus und Straßenbahn an einem Haltepunkt kann der Fahrgast direkt von Tür zu Tür umsteigen. Neben der komplett barrierefreien Gestaltung wurde eine Park- & Ride-Anlage und ein Bike- & Ride-Platz in unmittelbarer Nähe eingeplant. "Auch wir benötigen entlang der Stub-Strecke Abstellmöglichkeiten für Kraftfahrzeuge und Fahrräder. Erlangen ist eine Fahrradstadt. Vor allem in der Erlanger Innenstadt ist eine Bike- & Ride-Anlage wichtig, um einen Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr möglich und attraktiv zu machen", betonte Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD).

Bürger werden eingebunden

Unterwegs erklärten die Straßenbahnexperten den Interessierten dabei die unterschiedlichen Haltestellentypen - von Haltestellen im Straßenraum über Haltestelleninseln bis hin zu Kap-Haltestellen, deren Bordstein bis zum Straßenbahngleis vorgezogen ist.

Die Sonderfahrt endete am historischen Straßenbahndepot St. Peter. Zum Abschluss berichtete dort Daniel Große-Verspohl, Geschäftsleiter des Zwecksverbands Stub, in einem Vortrag über den aktuellen Sachstand der Planungen: "Derzeit läuft zwar das Raumordnungsverfahren, wir sind aber nicht untätig. So untersuchen wir bereits mögliche Optimierungspotenziale der Vorzugstrasse insbesondere mit Blick auf den Umwelt und Naturschutz. Ebenso werden wir die Rückmeldungen zum Raumordnungsverfahren, die uns seitens der Regierung von Mittelfranken weitergeleitet werden, genau prüfen. Ende 2019 rechnen wir mit dem Abschluss des Raumordnungsverfahrens. In den dann folgenden Schritten der Planung werden wir die Bürger wieder aktiv einbinden."

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