Weisendorf
Brauchtum

Zum Baumaufstellen brauchten die Weisendorfer Ortsburschen Hilfe aus Buch

Bei der Weisendorfer Kirchweih zapfte Bürgermeister Süß das zweite Fass seiner Amtszeit an und die Ortsburschen hatten mit ein paar Schwierigkeiten beim Baumstellen zu kämpfen.
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Das Baumaufstellen ging nicht ohne Probleme.  Foto: Roland Meister
Das Baumaufstellen ging nicht ohne Probleme. Foto: Roland Meister
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Drei Schläge und einen Sicherheitsschlag, das ist die Auftaktsbilanz beim diesjährigen Bieranstich der Weisendorfer Kirchweih. Bis es soweit war, gab es erstmals in der Geschichte der Weisendorfer Kirchweih Freibier am Marktplatz. Eingeladen hatte dazu Festwirt Reinhard Gschrey.


Festzug ins Zelt

Gegen 19 Uhr zog der Tross an Besuchern, der Weisendorfer Soundexpress mit zünftiger Marschmusik voraus, ins Festzelt am Reuther Weg ein. "Mir war der Bieranstich und somit der Beginn der Weisendorfer Kirchweih, immer zu kalt und lustlos", sagte der Festwirt über die Beweggründe für seine Freibier-Entscheidung, die auch mit Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) abgesprochen war. "Im kommenden Jahr wird das Ganze noch etwas größer ausfallen", kündigte Gschrey an.

Nach dem Einzug ins Festzelt, wo die ersten Gäste schon warteten, ging es nach einigen Musikstücken los: Für Bürgermeister Süß war der Bieranstich in Weisendorf, nach der Kirchweih in Reuth, erst der zweite in seiner noch jungen Laufbahn. Unterstützt von Brauereichef Peter Kitzmann wurde das Holzfass professionell angestochen und im Festzelt war der Spruch "Ozapft is" zu hören. Nach einem gemeinsamen Prosit gehörte das Fass den Ortsburschen die sich auch gleich ans Einschenken machten.

Die Ortsburschen waren am Samstag bereits in den Morgenstunden wieder gefragt, als es galt, im Wald am Uelfelder Weg den Kirchweihbaum zu fällen.

Gute 30 Meter hatte der Baum, der nach dem obligatorischen Zwischenstopp bei der Gretl, an den Ort des Geschehens, neben dem Festzelt, transportiert wurde. Seit mehr als 20 Jahren ist "die Gretl" die gute Seele und mit ihrem Mann Richard auch Sponsor der Weisendorfer Ortsburschen.

Am Aufstellort angekommen, gab es ein Problem: Die Schwalben, die benötigt werden, um den Baum in die Senkrechte zu bringen, waren für den Baum zu eng gebunden. Kurzerhand halfen die Ortsburschen aus Buch, die vor Ort waren, um die Weisendorfer zu unterstützen.


Hilfe aus Buch

Mit dem Bulldog fuhren die Bucher Burschen es nach Hause, um dort die Schwalben zu holen. Es dauerte eine gute Stunde, bis unter dem Kommando von Bürgermeister Heinrich Süß der mittlerweile bunt geschmückte und mit zwei Kränzen ausgestattete Baum, mit vereinten Kräften in die Senkrechte gebracht wurde. Auf Grund der Länge und den noch unerfahrenen Ortsburschen, war dies ein schwieriges Unterfangen und dauerte gut zwei Stunden. Genau um 19 Uhr wurde die letzte Schwalbe entfernt.

Am Montag findet im Festzelt der traditionelle Frühschoppen statt. Für die Ortsburschen endet die Kirchweih am Montag mit dem "Betz austanzen" und dem Verlosen des Kirchweihbaumes im Festzelt.
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