Herzogenaurach
Kurios

Zirkus-Tiger in Herzogenaurach angekommen

Ein Lastwagenfahrer hat bereit erklärt, die beiden gestrandeten Zirkus-Tiger nach Herzogenaurach zu bringen, wo die Tiere schon erwartet wurden. Die Tiere haben eine abenteuerliche Reise hinter sich.
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Tigerin Floyd geht es in Herzogenaurach gut, hat das Veterinäramt erklärt. Foto: Richard Sänger
Tigerin Floyd geht es in Herzogenaurach gut, hat das Veterinäramt erklärt. Foto: Richard Sänger
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Wenn Floyd und Sira erzählen könnten, es käme am Ende eine fast unglaubliche Geschichte heraus. Die zwei 14 Jahre alten Tigerweibchen haben eine abenteuerliche Reise hinter sich, die jetzt in Herzogenaurach ein glückliches Ende gefunden hat.

Die beiden bengalischen Tigerweibchen gehörten ursprünglich einem polnischen Zoo, aber dieser musste Konkurs anmelden, und der polnische Dompteur Daniel Woiginak stand mit seinen Tieren auf der Straße. Dann fiel ihm sein Freund Gino Frank ein, Direktor des Moskauer Staatscircus, und dieser erklärte sich spontan bereit, die beiden Katzen aufzunehmen.

Da der Moskauer Staatscircus derzeit in Herzogenaurach gastiert, sollten die Tiere mit einem Lastwagen nach Mittelfranken transportiert werden, strandeten aber vorübergehend in Sachsen. Die Polizei zog den Lkw aus dem Verkehr, weil er unter anderem mit 25 km/h auf der A72 bei Zwickau unterwegs gewesen sein soll, weil die Kurzzeitkennzeichen für ein Auto ausgestellt waren und weil der Fahrer nicht den erforderlichen Führerschein hatte.

Also wurde das Gespann zu einem Abschleppdienst geleitet, der Aufleger stillgelegt , und die beiden Tigerweibchen landeten samt ihrem Käfig auf dem Gelände der Abschlepp-Firma in Plauen. "Wir mussten jeden Tag hinfahren, um die Tiere zu versorgen und ein geeignetes Fahrzeug aufzutreiben", erzählt Gino Frank. Außerdem hätten die beiden Tigerinnen erst auf Drängen der Amtstierärztin Anne Mütschard ihren täglichen Auslauf in einem geeigneten Käfig bekommen, was Frank und seine Mitarbeiterin Natascha Trumps immer noch ärgert.

Keine Auftritte

Inzwischen war das Veterinäramt in Begleitung der Polizei auch in Herzogenaurach und hat die Tiere untersucht. Die beiden Tigerdamen haben die Odyssee gut überstanden, nur Sira ist ein bisschen nervös, wenn sich ein Fremder dem Käfig nähert. In der Manege werden die Raubkatzen vorerst nicht auftreten, aber sie können vor und nach den Vorstellungen sowie in der Pause bestaunt werden.

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